Monate: Juli 2015

003a

Fernsehen macht dick – kein Gerücht

Die Kinderärzte berichteten an dieser Stelle schon über Übergewicht, leider ein zunehmend brisantes Thema bei Kindern. Übergewicht hat viele negative Folgen und ist sicher durch viele Faktoren begründet. Die WHO warnt vor einer weltweiten Übergewichtsepidemie. Ein Grund ist der Bewegungsmangel, unter dem heute viele Kinder leiden. Forscher der Universität Virginia zeigten nun an über 11.000 Kindern, dass bereits ein täglicher TV-Konsum von einer Stunde zu einer ungesunden Gewichtsentwicklung führt. Je länger die Kinder fernsehen, umso mehr steigt das Risiko, Übergewicht zu entwickeln. Da Fernsehen für Kinder nicht nur im Zusammenhang mit dem Gewicht als durchaus problematisches Thema zu bewerten ist, lautet die Botschaft, den Medienkonsum erst spät zuzulassen und inhaltlich, aber auch zeitlich eindeutig zu beschränken. Damit tun wir Eltern den Kindern nichts Schlechtes an, sondern bewirken im Gegenteil viel Gutes, gesundheitlich, bezüglich der Entwicklung und unter vielen anderen Aspekten. Und wie herrlich ist es schließlich, einen Nachmittag mit Spielen, draußen Toben, Basteln, Legobauen oder was auch immer zu verbringen! Und nicht immer muss es ein ausgetüfteltes Programm sein, um den Tag dennoch mit Schönem, …

Klein 1 2

Vorsorgeuntersuchungen – nützen sie etwas?

Die Kinderärzte sehen täglich viele Kinder zu einer Vorsorgeuntersuchung. Diese werden von den Krankenkassen übernommen. Sind diese Vorsorgen nur Pflichttermine? Die Kinderärzte meinen „Nein!“. Viele unserer Patienten haben von der frühzeitigen Diagnosestellung und den im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung eingeleiteten, weiteren Maßnahmen profitiert. Hier zwei fiktive, aber realistische und in ähnlicher Form wiederholt erlebte Fälle: Nehmen wir eine 3jährige Patientin, die während der Vorsorge mehrmals auf Mamas Schoß die Augen verdreht und nicht reagiert. Sie hatte sich in den zurückliegenden Monaten sprachlich auffällig langsam entwickelt. Da die beschriebenen Zustände nur Sekunden andauerten, hatten die Eltern dies nicht als auffällig bewertet. Unsere Verdachtsdiagnose einer Epilepsie wird durch die eingeleiteten Untersuchungen bestätigt, unter der medikamentösen Therapie zeigt das Mädchen keine Anfälle mehr und nimmt eine gute Entwicklung. Oder der 3 Monate alte, scheinbar gesunde Junge, der bei der Vorsorge ein bis dahin nicht bestehendes Herzgeräusch aufweist und dessen angeborener Herzfehler in der Folge erfolgreich behandelt werden kann. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen wird nicht nur der körperliche Zustand erfasst, sondern auch die Entwicklung überprüft, ob in motorischer, sprachlicher, geistiger, …