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Grippe-Impfung – pro und contra

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Der jährliche Grippeimpfstoff ist nun ausgeliefert. Damit stellt sich für viele wieder die Frage, ob man sich und/oder sein Kind gegen die „echte“ Virusgrippe, also gegen Influenza, impfen lassen sollte.

  1. Pro:
    • Nach unserer Erfahrungen ist der Impfstoff gut verträglich.
    • Es benötigt lediglich eine Spritze in der Saison (Oktober). Nur bei Kindern, die noch nie gegen Grippe geimpft wurden sind zwei Impfungen nötig.
  2. Contra:
    • Die enthaltenen Influenza-Typen sind diejenigen, die von den Forschern in der jeweils kommenden Saison erwartet werden. Durch unerwartete Ausbreitung oder durch genetische Veränderung des Virus kann sich in der Saison ein Virus ausbreiten, gegen den dann kein Schutz besteht.
    • Impfreaktionen sind wie bei jeder Impfung möglich.
    • Höheres Impfrisiko besteht bei Menschen mit Hühnerei-Allergie.
    • Gegen Influenza B und Influenza-ähnliche Viren sowie gegen Erkältungsviren wirkt die Impfung nicht.

Weil die Influenza aber sehr schwer verlaufen kann, folgt die Empfehlung der Kinderarztblog-Ärzte derjenigen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut:

Impfung aller Menschen mit besonderen Risiken durch Influenza. Dazu zählen Menschen mit Herz- und Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen oder Immunschwäche. Außerdem ältere Menschen und Bewohner von Heimen. Wer im Einzelfall alles dazu zählt, sagt Ihnen Ihr Arzt.

Für andere Menschen dann großzügige Impfung, wenn viel sozialer Kontakt besteht oder Kontakt mit Infizierten, zum Beispiel im Gesundheitswesen.

Außerdem können die Gesundheitsbehörden besondere Empfehlungen erlassen.

Sprechen Sie bitte Ihren Arzt für die individuelle Beratung an. Vor allem Menschen mit Hühnerei-Allergie sollten nur unter Vorsichtsmaßnahmen geimpft werden. Es kann sinnvoll sein, auch Familien- und Haushaltsangehörige von Risikopersonen zu impfen.

Übrigens: Neben der intramuskulären Spritze steht für Kinder auch eine nasale Impfung zur Verfügung – eine Art Nasenspray.

DrG

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von

Dr. med. Gerald Hofner

Dr. Gerald Hofner war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberarzt der Universitätskinderklinik Erlangen-Nürnberg, bevor er seit 2003 in der von ihm gegründeten Praxis für Kinder und Jugendliche in Neudrossenfeld und Bayreuth tätig wurde. Sein Fokus liegt auf der Schwerpunktversorgung für Kinderkardiologie, Kinderpneumologie und Jugendsportmedizin, sowie auf der Prävention. Ihm ist dabei wichtig, die Erkenntnisse der Wissenschaft verständlich zu den Patienten und ihren Familien zu bringen. Als Vater von zwei Töchtern weiß er um die Probleme von Familie.

2 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    da ich alleinerziehender Vater und beruflich oft unterwegs bin möchte ich einfach immer ein sicheres Gefühl haben, dass es meinen Kindern gut geht deswegen finde ich das Impfungen eine große erleichterung für mich sind. Eltern sollten Ihre Scheu ablegen und anfangen Kinder vor Krankheiten zu schützen. Einfach einmal mehr zum Arzt und eine Sorge weniger!

    • Dr. Stefan Schwarz

      Hallo Herr Sommer,
      Danke für Ihre Anmerkung.
      Auch in unseren Augen ist es beruhigend, auf sichere und verträgliche Weise die Kinder schützen zu können und somit die Erkrankungen und ihre Folgen nicht mehr fürchten zu müssen.

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