Monate: Februar 2016

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Stimmtraining – für Kinder und Jugendliche?

Jeder kennt DSDS. Fast jedes Mädchen und viele Jungs träumen von der Karriere als Superstar. Mit ihrer Stimme. Als Sängerin oder Sänger. Oder als Schauspieler. Und sie haben in einem Punkt sogar jenseits aller Träume recht: Nicht nur Wissen ist wichtig. Sondern genauso sehr sicheres Auftreten. Und dazu gehört reden zu können, sicher sprechen. Der wichtigste Punkt beim sicheren Auftreten ist eben die klare Stimme. Ruhig, entspannt und dennoch mit Deutlichkeit. Nicht umsonst müssen Schauspieler zu 80% sprechen können und nur zu 20% sich bewegen. Gute Gründe also, auch den Nachwuchs da schon zu trainieren – sprich: zum Stimmtraining anzumelden. Und da geht es jetzt nicht um medizinische Behandlungen von Störungen der Stimme oder der Sprache. Ab welchem Alter ist das denn nun sinnvoll? Können Kinder überhaupt schon ihre Stimme trainieren oder „bilden“? Ja. Das geht. Denn ein entscheidender Teil der Schulung der Stimme ist die richtige Atmung. Und das kann früh trainiert werden. Sinnvoll erscheint etwa ein Alter von 10 bis 12 Jahren. Und auch wenn sich der Kehlkopf und die damit die Stimme …

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Tipp der Woche – die Schnullertankstelle

Ein Tipp zum sanften Abgewöhnen des Schnullers: Befestigen Sie den Schnuller an dessen Ring mit einem Band an einem Stuhl in der Küche. Wenn Ihr Kind schnullen möchte, kann es seinen Schnullbedarf dort auftanken, ohne den ganzen Tag mit Schnuller herumzulaufen. Was Sie allerdings beachten sollten: Das Band sollte so kurz sein, dass es nicht zum Erdrosseln kommen kann.

Vorschule

Schulvorbereitung im Alltag

Die Einschulung naht und viele Eltern überlegen, wie sie ihre Kinder diesbezüglich fördern können. Dabei geht es auf der einen Seite um gute Ideen, wie und mit welchen Maßnahmen die tägliche Förderung abwechslungsreich erfolgen kann. Auf der anderen Seite ist es auch wichtig, sich die Bereiche und Fähigkeiten zu verdeutlichen, die die Kinder im Schulalltag bewältigen bzw. aufweisen müssen. Und dann ist das ja nicht die einzige Aufgabe, der sich Mama und Papa gegenüber sehen. Kinder in den Kindergarten, Arbeit, Einkauf, Hausputz, Essen kochen, Hausaufgaben mit dem Großen, Steuererklärung noch machen und den verstopften Abfluss reparieren sind ja auch noch Alltagsaufgaben, die so anfallen in der Familie. Uff! Wie also alles unter einen Hut bringen? Es liegt der Gedanke nahe, die Förderung eines Kindes im Kindergarten- und Grundschulalter auch in den Familienalltag mit all seinen Aufgaben einzubauen. Es gibt dazu ein etabliertes Konzept, das von dem Kinderarzt Dr. R. Dernick erarbeitet und unter dem Namen „Familienergo“ bekannt wurde. Es kostet wenig Zeit und kein Geld. Gerne beraten wir Sie dazu in unserer Praxis, vereinbaren Sie …

Husten

Milch – ein Problem bei Erkältungen?

Schon unsere Großeltern behaupteten: Milch verschleimt und ist schlecht bei Erkältungen. Aber stimmt das überhaupt? Nein, es stimmt nicht! Das konnten Forscher wie Pinnock oder Wiewrodt widerlegen. Richtig ist, dass Milch ein besonderes Gefühl im Mund verursacht, das manche Menschen als schleimig empfinden oder beschreiben. Und der Placeboeffekt tut dann sein Übriges. Wer davon ausgeht, dass Milch die Beschwerden verschlechtert, der kann sich nach dem Verzehr von Milch tatsächlich schlechter fühlen. Die durch die Erkältungen ausgelöste Schleimbildung in den Atemwegen ändert sich jedoch nach dem Genuss von Milch nicht. Die Milch gelangt ja nur in Mund und Speiseröhre, nicht jedoch in die Atemwege. Der Verlauf der Erkrankung mit Husten und Schnupfen wird durch Milch also nicht negativ beeinflusst. Bei Schnupfen und Husten müssen Sie und Ihre Kinder also in Zukunft nicht auf Milch, Kakao oder Müsli verzichten. Und wer bei einer Rachenentzündung einen trockenen oder kratzigen Hals hat, könnte sich damit sogar besser fühlen.

Verlierer

Wenn Kinder nicht verlieren können…

Um es vorweg zu nehmen: Es geht um Perfektionismus. Dass große Motivation auch einmal zu Enttäuschungen führen kann, ist allen Eltern klar. Zum Beispiel wenn ein Jugendfußballspiel verloren geht. Darüber darf man sich dann schon auch mal ärgern, vor allem, wenn viel trainiert wurde dafür und große Hoffnungen in den kleinen Köpfen saßen. Was ist aber mit Kindern, die nie verlieren können? Egal, ob es um ein Brettspiel geht, um eine Wette oder um den Fensterplatz im Bus? Häufig ist das Ausdruck von Perfektionismus. Es steht der unbewusste Gedanke dahinter: „Nur, wenn alles so perfekt ist, wie ich mir das vorstelle, läuft es gut.“ Oder sogar: „Nur, wenn alles so perfekt ist, wie ich mir das gesetzt habe, ist mein Leben etwas wert.“ Deshalb „müssen“ Sie um jeden Preis gewinnen, immer, weil es den Wert ihres Lebens bestimmt. Kennen Sie das bei Ihrem Kind? Dann müssen Sie dringend etwas gegen den Perfektionismus tun. Was da psychologisch passiert: Perfektion gibt es in der Welt nicht. Nachdem das „perfekte“ Ergebnis also nie zu erzielen ist, laufen „perfekte“ …

VORlesen macht schlau – und nicht nur das!

„Lesen macht schlau!“ – dieser Zusammenhang wurde durch zahlreiche Studien nachgewiesen und auch hier im Blog schon thematisiert. Die vor Kurzem veröffentlichte Vorlesestudie 2015 belegt nun, dass auch häufiges Vorlesen im Kleinkind- und Kindergartenalter wichtig für die kognitive Entwicklung ist. So konnte ein positiver Zusammenhang zwischen Schulnoten (und zwar nicht nur im Fach Deutsch, sondern auch in der 1. Fremdsprache sowie in Mathematik, Biologie, Kunst und Musik) nachgewiesen werden, der unabhängig vom Bildungsniveau der Eltern ist. Besonders interessant an der neuen Studie ist jedoch, dass nicht nur kognitive Aspekte vom Vorlesen profitieren, sondern auch soziale. So können sich Kinder, denen häufig vorgelesen wurde, besser in andere hineinversetzen. Sie bemühen sich auch, andere in ein Geschehen oder eine Gruppe zu integrieren. Außerdem besitzen im Vergleich zu Kindern ohne Vorleserfahrungen mehr als doppelt so viele Kinder einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Diese beiden Gesichtspunkte sind sowohl für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder als auch gesamtgesellschaftlich von großer Bedeutung. Hinsichtlich der positiven Auswirkungen auf die Kinder selbst konnte die Studie auch noch nachweisen, dass die Kinder mit vielen Vorleseerfahrungen deutlich selbstbewusster …

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Tipp der Woche: Der natürliche Hustenstiller

Honig hat sehr gute hustenstillende Eigenschaften. In verschiedenen wissenschaftlichen Tests waren diese den chemischen Hustenstillern sogar teilweise überlegen. Bei Reizhusten empfehlen wir deshalb gerne Honig. Und zwar ganz normalen Haushaltshonig. Im Tee, auf dem Brot oder ganz einfach vom Löffel. Aus Verträglichkeitsgründen ab dem ersten Geburtstag. Allerdings sollte Husten abgeklärt werden, wenn er länger als 3 Wochen anhält, oder der Patient beeinträchtigt ist.

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Warum manche Impfungen Krankheiten ausrotten können, und andere nicht

Manche Erreger (Viren, Bakterien) können sich unabhängig vom Menschen vermehren und verbreiten. Oder es hinterbleibt keine langfristige Immunität. Die Krankheit wird entweder durch das Aufschnappen des Erregers oder seiner Gifte ausgelöst. Diese Krankheiten sind auch durch gezielte Impfprogramme nicht auszurotten. Dazu gehört etwa Diphtherie oder Tetanus (Wundstarrkrampf). Hier steht bei der Impfung der individuelle Schutz im Vordergrund. Dann gibt es Erreger, die sich ausschließlich im Menschen vermehren und auch nur von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Impfungen gegen solche Erkrankungen sind potentiell geeignet, die Krankheit vollständig auszurotten, wenn mindestens 90-95% der Menschen immun sind – letzteres durch Impfung oder durch das Durchlaufen der Krankheit. Zu diesen Krankheiten gehören etwa die Masern. Oder auch die Pocken, die bereits vor Jahrzehnten durch erfolgreiche Impfprogramme unter anderem der WHO ausgerottet wurden. Wir profitieren da also jetzt von der Entscheidung früherer Generationen zugunsten der Impfung. Natürlich ist für Sie als Eltern das Wichtigste bei der Entscheidung für eine Impfung der individuelle Schutz Ihres Kindes. Allerdings könnte deneben bei ausreichend hoher Schutzrate in der Bevölkerung auch die Krankheit verschwinden, …

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Baby led weaning – Neue Trends in der Kinderernährung

Baby-led weaning, vom Baby gesteuertes Abstillen: (k) eine Alternative zur Breikost? Bei Baby-led weaning wird im 2. Lebenshalbjahr auf die üblichen Breie, die mit dem Löffel gefüttert werden, verzichtet und direkt mit festen Lebensmitteln (Finger Food) begonnen. Dabei füttert sich das Baby von Anfang an selbst, entscheidet und kontrolliert, was und wieviel es isst. Die Eltern sind lediglich für das Nahrungsangebot zuständig! Baby-led weaning ist ein interessanter Ansatz, Babys vom frühen Alter an die Vielfalt der Familienkost zu gewöhnen. Dieses Konzept setzt allerdings voraus, dass das Kind, wenn auch gestützt, sitzen kann, um alleine Lebensmittel zum Mund zu führen. Außerdem muss die Mutter bereit sein, deutlich länger als 6 Monate zu stillen, da die Milchernährung die Hauptversorgungsquelle übers erste Lebensjahr hinaus bleibt. Bei ungeeigneter Lebensmittelauswahl kann die Zufuhr an Energie und einigen Nährstoffen knapp werden. So ganz neu ist das Konzept der englischen Hebamme Clara M. Davis von 1939 aber nicht, denn in den allermeisten Fällen wird in der üblichen Säuglingsernährung, der körperlichen Entwicklung entsprechend, eine Kombination aus Breikost und dem Übergang zur Familienkost mit …