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Herztodesfälle beim Sport junger Menschen (und ihre Vorbeugung)

Notarzt

Herztodesfälle (der plötzliche Herztod) bei jungen Menschen sind dramatische Seltenheiten. Umso mehr fallen sie uns in unserer täglichen Routine auf. Umso mehr schüren sie Angst.

Sie treten zu einem großen Anteil bei ungewöhnlichen Belastungen auf, häufig deshalb beim Sport.

Die Ursachen sind vielfältig. Es können angeborene Fehlbildungen des Herzens (vor allem der Herzkranzgefäße) oder eine angeborene Neigung zu bösartigen Herzrhythmusstörungen sein, aber auch erworbene Herzerkrankungen, wie die „Kardiomyopathie“ (eine Störung der Herzmuskulatur) oder eine Virusinfektion.

Die meisten dieser Störungen kann man mit wenig aufwändiger Diagnostik feststellen bzw. ausschließen. In der Regel reichen ein EKG und ein Herzultraschall, in Einzelfällen braucht es weitergehende Diagnostik.

Welche Vorbeugung kann ich Ihnen als Kinderkardiologe und Sportmediziner deshalb empfehlen?

Bei ambitionierten Sportlern (am besten allerdings bei allen Menschen) sollte die oben erwähnte Diagnostik durchgeführt werden. Dies tue ich regelmäßig zum Beispiel bei jugendlichen Leistungsfußballern im Auftrag des FIFA Medical Centers Regensburg.

Außerdem sollten Symptome der eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit oder andere Auffälligkeiten von Herz, Brustkorb oder Kreislauf immer Anlass sein, den Arzt zu befragen.

Und drittens sollte Sport nach bakteriellen und Virusinfektionen erst wieder aufgenommen werden, wenn wieder vollständige Gesundung besteht. Das gilt insbesondere nach Fieber. Bei unklarem Verlauf wäre auch hier eine genauere kardiologische Diagnostik durchzuführen.

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von

Dr. med. Gerald Hofner

Dr. Gerald Hofner war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberarzt der Universitätskinderklinik Erlangen-Nürnberg, bevor er seit 2003 in der von ihm gegründeten Praxis für Kinder und Jugendliche in Neudrossenfeld und Bayreuth tätig wurde. Sein Fokus liegt auf der Schwerpunktversorgung für Kinderkardiologie, Kinderpneumologie und Jugendsportmedizin, sowie auf der Prävention. Ihm ist dabei wichtig, die Erkenntnisse der Wissenschaft verständlich zu den Patienten und ihren Familien zu bringen. Als Vater von zwei Töchtern weiß er um die Probleme von Familie.

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