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Erste Regeln für Kleinkinder – die drei, ohne die es nicht geht

Regeln im Kleinkindesalter

Es ist ja nicht neu (und wurde im Kinderarztblog ja auch schon mehrfach thematisiert): Kinder sollten Regeln lernen, aber nicht zu viele. Und auch nur, wenn diese gut zum viel wichtigeren Lernen am Vorbild der Eltern passen.

Manche Regeln sind dennoch sinnvoll. Die drei wichtigsten für das Alter ab 1 bis 3 Jahre sind für mich die folgenden. Sie erleichtern das Leben der Eltern, nehmen etwas von Stress und Chaos aus der Familie und sind langfristig sinnvoll, außerdem nicht zu aufwändig durchzusetzen:

  1. Es wird nichts herunter geworfen!
    • warum? weil Dinge kaputt gehen, weil zerbrechliche Dinge ansonsten immer wieder verräumt werden müssen, weil dann mehr Ruhe herrscht, etwa auch am Esstisch.
    • Erziehungstipp: klare Reaktion der Eltern, etwa das Umsetzen des Kindes vom Lieblingssitzplatz auf den Boden, kein Lachen der Anwesenden.
  2. Mit Essen wird nicht gespielt!
    • warum? Neben der ethischen Betrachtung,dass Essen etwas Wertvolles ist, führt Spielen mit dem Essen zu Verschmutzung von Kleidung und Innenräumen. Außerdem sollten zur Vermeidung von Essstörungen Nahrungsmittel generell von Spielzeug abgegrenzt werden.
    • Erziehungstipp: Überzähliges Essen entfernen, sobald vom Essverhalten auf Spielverhalten umgestellt wird. Klare Reaktion der Eltern bei Spiel mit dem Essen. Ersetzen der bespielten Nahrungsmittel durch Spielwaren.
  3. Es wird nicht auf den Tisch geklettert!
    • warum? Auf dem Tisch müssen Dinge vor den Kinderhänden sicher sein, z.B. Messer oder Kerzen, es herrschen dort außerdem hygienische oder ordentliche Verhältnisse, wie sie für einen geregelten Alltag nötig sind, z.B. auch für Nahrungsmittel.
    • Erziehungstipp: wie unter 1.

Wenn Sie auch Regeln haben, die Sie für essentiell halten, diskutieren Sie diese gerne hier.

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von

Dr. med. Gerald Hofner

Dr. Gerald Hofner war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberarzt der Universitätskinderklinik Erlangen-Nürnberg, bevor er seit 2003 in der von ihm gegründeten Praxis für Kinder und Jugendliche in Neudrossenfeld und Bayreuth tätig wurde. Sein Fokus liegt auf der Schwerpunktversorgung für Kinderkardiologie, Kinderpneumologie und Jugendsportmedizin, sowie auf der Prävention. Ihm ist dabei wichtig, die Erkenntnisse der Wissenschaft verständlich zu den Patienten und ihren Familien zu bringen. Als Vater von zwei Töchtern weiß er um die Probleme von Familie.

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