Medizin, Prävention
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Achte auf Deine Nüsse!

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Hodenerkrankungen sind nicht so selten. Bei den Jugendvorsorgen ist es deshalb fester Bestandteil: Wir leiten die Jugendlichen dazu an, ihre Hoden regelmäßig – am besten wöchentlich – selbst zu untersuchen. Dazu geben wir auch Infomaterial mit, das der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ( BVKJ ) erstellt hat. Der Flyer wirbt mit dem Satz „Achte auf Deine Nüsse!“.
Meist sind die Väter hier leider kein so gutes Vorbild. Sie wissen nämlich leider meist nicht über die Notwendigkeit der Selbstuntersuchung der Hoden Bescheid. Generell ist das Gesundheitsvorsorgeverhalten ja bei Männern auch schlechter als bei Frauen. Neben dem BVKJ wirbt auch die Deutsche Gesellschaft für Urologie mit Slogans wie „Nimm die Eier in die Hand!“ für den Hodenselbstcheck.

Die Jungs und Männer sollten den Hoden am besten in warmer Umgebung, z.B. unter der Dusche, untersuchen. Der Check erfolgt in 3 Schritten:

– Zunächst im Spiegel schauen, ob eine Schwellung auffällt und ob alles wie immer aussieht.

– Kurz checken, ob Größe und Gewicht wie immer gleich geblieben ist: mit der offenen Hand von unten den Hodensack betasten und nach oben und unten bewegen.

– Zwischen den Daumen und Zeigefingern die Hoden abtasten und hin- und herrollen, um Verhärtungen, Knoten oder sonstige Auffälligkeiten zu ertasten. Dabei auch den Nebenhoden ertasten, der dem Hoden anliegt, und nicht mit einem krankhaften Befund verwechseln.

Bei Auffälligkeiten sollte man sich an den Kinderarzt wenden, der zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung machen kann.

Und – alles klar nach dem Selbstcheck? Dann geht’s nun unbeschwert in den hoffentlich schönen Tag!

Kategorie: Medizin, Prävention

von

Dr. Stefan Schwarz

Dr. Stefan Schwarz ging in Augsburg zur Schule. Er machte nach dem Zivildienst eine Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger. Das Studium schloss er in München ab. Nach der Ausbildung in verschiedenen, renommierten Kinderkliniken arbeitet er als niedergelassener Kinderarzt. Dr. Schwarz ist Vater von 4 aufgeweckten Kindern und kennt den Alltag, die Freuden und die Sorgen von Familien dadurch sehr gut.

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