Autor: Dr. med. Gerald Hofner

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Liebe Mama, lieber Papa. Sie sind der Chef!

Wir erleben es immer wieder: da werden 4-jährige von ihren Eltern gefragt, ob sie nun das Medikament nehmen wollen. Oder der unwissende Papa gibt die Frage des Kinderarztes an den 5-Jährigen weiter: „Hustest du nachts?“. Was hier gut gemeint ist, nämlich Kinder früh schon mit Respekt zu begegnen, überfordert sie hier aber. Sie können für Vieles noch keine Verantwortung übernehmen. Und selbst wenn sie es vermeintlich können, es tut ihnen häufig langfristig nicht gut. Bei gewieften Kindern passiert nämlich Folgendes: Sie nutzen diese Situation und werden Stück für Stück zum Chef der Familie. Und bestimmen mit ihren Meinungen, Wünschen und Unzufriedenheiten die Richtung und die Stimmung in der Familie. Manche Eltern sehen das mit Stolz und sind sogar so ehrlich und nennen ihr Kind „Chef“. Damit sind Kinder aber in einem wichtigen Lebensalter, das ihnen auch (und das vor allem im Vorbild der Eltern) sinnvolles und ethisches Handeln, gesunde Lebensweise und richtige Entscheidungen mitgeben sollte, auf sich selbst gestellt. Das kommt einem Entwicklungsstillstand in diesem Bereich gleich. Und irgendwann kippt die Situation und der vermeintliche …

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Die 7 Dinge, die Sie im Zusammenhang mit dem Essen nie sagen sollten

Ein gesundes Essverhalten sollte sehr früh im Leben eingeübt werden. Dass wichtigste daran ist (wieder mal neben dem Vorbild der Eltern) ein natürlicher Zugang dazu und ein Hören auf das Bedürfnis des eigenen Körpers. Unabhängig vom Alter gibt es deshalb bestimmte Dinge, die ein Kind im Zusammenhang mit dem Essen niemals hören sollte. Was Sie also nie sagen sollten (und auch sofort entschärfen, wenn eine andere Person das zu Ihrem Kind sagt): Iss deinen Teller auf! Der Körper kennt seinen Hunger, auch der des Kindes. Eine andere Person kann den nicht kennen.  Du bist zu dick! Jeder Körper ist anders programmiert. Das Selbstbewusstsein hängt auch sehr mit dem Körpergefühl zusammen. Wenn tatsächlich Übergewicht vorliegt, dann ändern Sie die Dinge so gut es geht, die zum Übergewicht führen. Aber es dem Kind negativ anzukreiden, führt zu langfristigen Problemen mit der eigenen Akzeptanz.  Du bist zu dünn! Hier gilt Ähnliches wie unter 3. Sollten Sie eine Essstörung vermuten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Zum Essen gibt es nichts zu Trinken! Trinken ist nötig. Auch hier reguliert der …

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Tipp der Woche – Schönen Urlaub!

Lassen Sie es sich jetzt im Sommer mal so richtig gut gehen!!!! Ob zuhause oder im Urlaub! Genießen Sie die warmen Tage. Die kalten kommen eh viel zu früh wieder. Hängen Sie die Beine ins Wasser! Genießen Sie jeden Schluck Ihres kalten Getränkes. Und lassen Sie es sich mal so richtig gut gehen. Die Kinder brauchen diese Zeit der Ruhe. Ohne Stress und ohne Pflichten. Und Sie auch! Der Kinderarztblog wünscht eine schöne Ferienzeit!

Regeln im Kleinkindesalter

Erste Regeln für Kleinkinder – die drei, ohne die es nicht geht

Es ist ja nicht neu (und wurde im Kinderarztblog ja auch schon mehrfach thematisiert): Kinder sollten Regeln lernen, aber nicht zu viele. Und auch nur, wenn diese gut zum viel wichtigeren Lernen am Vorbild der Eltern passen. Manche Regeln sind dennoch sinnvoll. Die drei wichtigsten für das Alter ab 1 bis 3 Jahre sind für mich die folgenden. Sie erleichtern das Leben der Eltern, nehmen etwas von Stress und Chaos aus der Familie und sind langfristig sinnvoll, außerdem nicht zu aufwändig durchzusetzen: Es wird nichts herunter geworfen! warum? weil Dinge kaputt gehen, weil zerbrechliche Dinge ansonsten immer wieder verräumt werden müssen, weil dann mehr Ruhe herrscht, etwa auch am Esstisch. Erziehungstipp: klare Reaktion der Eltern, etwa das Umsetzen des Kindes vom Lieblingssitzplatz auf den Boden, kein Lachen der Anwesenden. Mit Essen wird nicht gespielt! warum? Neben der ethischen Betrachtung,dass Essen etwas Wertvolles ist, führt Spielen mit dem Essen zu Verschmutzung von Kleidung und Innenräumen. Außerdem sollten zur Vermeidung von Essstörungen Nahrungsmittel generell von Spielzeug abgegrenzt werden. Erziehungstipp: Überzähliges Essen entfernen, sobald vom Essverhalten auf Spielverhalten …