Alle Artikel in: Kindererziehung

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Die 7 Dinge, die Sie im Zusammenhang mit dem Essen nie sagen sollten

Ein gesundes Essverhalten sollte sehr früh im Leben eingeübt werden. Dass wichtigste daran ist (wieder mal neben dem Vorbild der Eltern) ein natürlicher Zugang dazu und ein Hören auf das Bedürfnis des eigenen Körpers. Unabhängig vom Alter gibt es deshalb bestimmte Dinge, die ein Kind im Zusammenhang mit dem Essen niemals hören sollte. Was Sie also nie sagen sollten (und auch sofort entschärfen, wenn eine andere Person das zu Ihrem Kind sagt): Iss deinen Teller auf! Der Körper kennt seinen Hunger, auch der des Kindes. Eine andere Person kann den nicht kennen.  Du bist zu dick! Jeder Körper ist anders programmiert. Das Selbstbewusstsein hängt auch sehr mit dem Körpergefühl zusammen. Wenn tatsächlich Übergewicht vorliegt, dann ändern Sie die Dinge so gut es geht, die zum Übergewicht führen. Aber es dem Kind negativ anzukreiden, führt zu langfristigen Problemen mit der eigenen Akzeptanz.  Du bist zu dünn! Hier gilt Ähnliches wie unter 3. Sollten Sie eine Essstörung vermuten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Zum Essen gibt es nichts zu Trinken! Trinken ist nötig. Auch hier reguliert der …

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Schreien bei Babys

Es strengt junge Eltern extrem an und bringt manche Mama und manchen Papa an die eigene Grenze: Das Baby schreit und weint! Und man weiß weder warum noch was man effektiv tun kann. Wieviel Schreien ist bei Babys normal? Dieser Frage gingen Forscher nach und untersuchten Kinder in verschiedenen Ländern. In den ersten 6 Wochen sind es 2 Stunden, die die Kinder im Durchschnitt schrien und weinten, wobei die Dauer zwischen 30 Minuten und 5 Stunden lag. Abhängig vom Alter nimmt die Länge des Schreiens ab, mit 12 Wochen sind es noch 1 Stunde und 10 Minuten. Eine alte Definition, ab wann man die Schreidauer als auffällig ansieht, besagt, dass das Kind an 3 oder mehr Tagen pro Woche mindestens 3 Stunden täglich schreien muss, um als Schreibaby zu gelten. Aufgrund der aktuellen Daten schlagen die Forscher eine altersgestaffelte Definition vor: in der 3.-4. Woche müsste das Baby mehr als 3,5 Stunden schreien, in der 10.-12. Woche mehr als 2 Stunden, um als auffällig zu gelten. Zum Trost für die Eltern: Schreien ist im gewissen …

Relax

Schöne Ferien!!

Es ist geschafft, die Ferien beginnen! An dieser Stelle wünschen wir allen Kindern und ihren Eltern eine schöne Zeit mit vielen wundervollen Erlebnissen, gute Erholung und viel Spaß! Es ist wichtig und gut, nun den Kopf freizubekommen, neue Kräfte zu sammeln, gemeinsame gute Zeit zu verbringen und die Eltern-Kindbeziehung zu pflegen. Freuen wir uns auf unbeschwerte Sommerwochen mit unseren Kindern!

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Zeugnisse – des einen Freud, des andern Leid

Die Sommerferien stehen vor der Tür und die meisten Schüler fiebern diesen freudig entgegen. Anders sieht es aber wohl bei denen aus, die schon jetzt wissen, dass sie das Klassenziel nicht erreicht haben. Auch wenn sie und die Erziehungsberechtigen darüber bereits vor dem letzten Schultag schriftlich informiert werden, ist dieser Tag, an dem sie ihr Zeugnis mit dem Vermerk „Klassenziel nicht erreicht“ in den Händen halten, eine Belastung. Hier stellt sich die Frage, wie Eltern und Schule die Situation für das Kind bzw. den Jugendlichen entlasten können. Vorwürfe in der Art „Das hast du nun von deiner Faulheit. Ich habe es dir ja schon das ganze Jahr gesagt.“ sind hier völlig fehl am Platz. Da man davon ausgehen kann, dass kein Kind gerne ein Schuljahr wiederholt (und übrigens auch davon, dass kein Lehrer einem Kind gerne die Versetzung versagt), ist es wichtig zu verstehen, dass eine Nichtversetzung für viele Kinder, die ja seit vielen Jahren einen Großteil ihrer Zeit der Schule widmen müssen, als existenzbedrohend empfunden wird. Sie müssen ihre Klassengemeinschaft, ihre Freunde verlassen, fühlen …

Werd so alt wie ich

Unsere Aufgabe – unsere Kinder verstehen!

Der derzeitige Stand des Wissens ist nur der neueste Stand des Irrtums! Das gilt für alle Bereiche der Wissenschaft und der Forschung, auch für die Medizin. Ein Hirnforscher bringt nun ganz neue Aspekte zum Thema Autismus in die Diskussion. Henry Markram ist Vater eines autistischen Sohnes, Kai, und ein international berühmter, hochdekorierter Hirnforscher. Erlebnisse mit seinem Sohn und die Fragen, die er sich als betroffener Vater stellte, brachten ihn dazu, über Autismus zu forschen. Seine Ergebnisse ließen ihn an etlichen Erklärungen und Empfehlungen zweifeln. Markram bezweifelt, dass Autisten sich in andere Menschen nicht einfühlen können. Er fragte sich beispielsweise immer mehr, ob der Rückzug in die eigne Welt, die Autisten ja oft zeigen, Symptom oder nicht eher Reaktion sind. Ist das Problem autistischer Menschen gar nicht, dass sie Dinge schlechter wahrnehmen können als Nichtautisten, sondern dass sie sie zu gut wahrnehmen? Er prägte den Begriff Intense World Syndrome. Durch die Verstärkung ist das, was Gesunden Freude bereitet, für Autisten Qual. Die Stimme einer Person: extrem laut, ein Stoff: wie Schmirgelpapier auf der Haut. Autisten, so …

Kollegen

Völlig überfordert!

Linus war völlig überfordert durch das, was er da erlebte: Er war damals 5 Jahre und lag seit 3 Tagen krank im Bett. Linus Mama war zu Hause geblieben und hatte das Kind gepflegt. Linus ging es schon besser und er spielte mit Mama Obstgarten. Am Nachmittag kam Linus´ Vater mit 4 (!!) dicken Plastiktüten. Er stellte sie auf den Tisch und präsentierte stolz den Inhalt. Es waren 4 Tüten voll mit den verschiedensten Süssigkeiten, denn Linus sollte sich schließlich heraussuchen können, was er wollte und da durfte nichts fehlen, was er hätte wollen können! Linus suchte sich nichts heraus; im Gegenteil begann er zu schreien und zu quengeln, es würde die Lieblingssüssigkeit fehlen! Dies ist kein völlig überzeichneter Textbeginn, sondern eine wahre Begebenheit! Meinen Hinweis in der damaligen Situation, dass ein Kind durch so ein Vorgehen völlig überfordert sei, etwas auszuwählen, dass es Geschenke bald gar nicht mehr wertschätzen oder sich noch darüber freuen könne, konnte der Vater nicht wirklich nachvollziehen. Die Anmerkung, dass Materielles auch wesentlich weniger wichtig ist, als dem Kind Zeit …

Regeln im Kleinkindesalter

Erste Regeln für Kleinkinder – die drei, ohne die es nicht geht

Es ist ja nicht neu (und wurde im Kinderarztblog ja auch schon mehrfach thematisiert): Kinder sollten Regeln lernen, aber nicht zu viele. Und auch nur, wenn diese gut zum viel wichtigeren Lernen am Vorbild der Eltern passen. Manche Regeln sind dennoch sinnvoll. Die drei wichtigsten für das Alter ab 1 bis 3 Jahre sind für mich die folgenden. Sie erleichtern das Leben der Eltern, nehmen etwas von Stress und Chaos aus der Familie und sind langfristig sinnvoll, außerdem nicht zu aufwändig durchzusetzen: Es wird nichts herunter geworfen! warum? weil Dinge kaputt gehen, weil zerbrechliche Dinge ansonsten immer wieder verräumt werden müssen, weil dann mehr Ruhe herrscht, etwa auch am Esstisch. Erziehungstipp: klare Reaktion der Eltern, etwa das Umsetzen des Kindes vom Lieblingssitzplatz auf den Boden, kein Lachen der Anwesenden. Mit Essen wird nicht gespielt! warum? Neben der ethischen Betrachtung,dass Essen etwas Wertvolles ist, führt Spielen mit dem Essen zu Verschmutzung von Kleidung und Innenräumen. Außerdem sollten zur Vermeidung von Essstörungen Nahrungsmittel generell von Spielzeug abgegrenzt werden. Erziehungstipp: Überzähliges Essen entfernen, sobald vom Essverhalten auf Spielverhalten …

Relax

Kinder sind nicht fertig, sondern auf dem Weg

Lisa ist 8 Jahre alt. Wie fast jeden Morgen gibt es heute wieder Ermahnungen von ihrer Mutter. Lisa hat wieder ihr Sportzeug vergessen einzupacken und Lisa hat wieder vergessen, ihre Zähne zu putzen. Dabei üben die Eltern die zuverlässige, selbständige Erledigung dieser kleinen Aufgaben mit Lisa nun doch schon seit so langer Zeit. Lisas Bruder Felix ist drei Jahre. Er übt, sich selbst anzuziehen und will das gut machen. Mama muss am Montagmorgen rasch zur Arbeit und als es nicht schnell genug geht, zieht sie ihn noch vollends an. Felix schreit protestierend. Auf dem Weg zum Kindergarten muss er ganz genau einen Schmetterling betrachten, der auf einer Blume sitzt. Mama mahnt zur Eile. Mittags macht Lisa mit Mama die Hausaufgaben. Warum geht das nur nicht schneller? Die Matheaufgaben sind nun doch schon so oft erklärt worden. Und warum ist das Zimmer wieder nicht aufgeräumt, wo das doch schon so oft besprochen wurde. Kennen Sie das auch? Wie nehmen Kinder Zeit im Alltag wahr? Wie denken wir bei der Kindererziehung, welche Zeiträume erwarten wir im Hinblick …

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Die Schulaufgabe

Kinder müssen in der Schule zum Teil Enormes leisten, zum Teil wird unserer Meinung nach auch zu viel von Ihnen verlangt. Und das wirkt sich negativ auf die Entwicklung der Kinder aus. Ein aktuelles Beispiel, das mich den Kopf schütteln ließ: Hannes ist in der 4. Klasse. Er ist ein wirklich guter Schüler. Hannes kommt zu uns in die Praxis wegen starker, immer wiederkehrender Bauchschmerzen. Es wird nach der Untersuchung rasch klar, dass wir eher im psychosomatischen Bereich die Ursachen suchen müssen. Letztlich kommt die Schulanforderung ins Spiel. Wir vereinbaren, dem genauer nachzugehen. Hannes zeigt mir beim zweiten Besuch in der Praxis die Liste der Anforderungen der letzten HSU Probe über das Thema Europa und Deutschland, die er schreiben muss. Auf einer halben DIN A 4 Seite steht in sehr vielen Stichpunkten mit kleiner Schrift, was die Schüler in der Probe wissen müssen. Ich bin völlig konsterniert ob des Umfangs und der Detailliertheit des Stoffes! Alle Länder des Euroraumes müssen gewusst werden mit Hauptstädten, Sehenswürdigkeiten, Währungen, Länderkennzeichen – aber auch die Geschichte der EU oder …

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Tipp der Woche – Essen und TV sehen?

Um Kindern, die vermeintlich „schlechte Esser“ sind, das Essen interessanter zu machen, stellen ihnen manche Eltern Videos oder den TV zum Essen an. Durch den Einsatz von Tablet-PCs ist dies  auch am Esstisch leicht möglich. Aber….. Tun Sie das nicht! Wenn Kinder im Gehirn einmal Essen mit Videos oder TV verbunden haben, dann wird dies auch in Zukunft so bleiben. Das bedeutet dann etwa, dass später kaum mehr TV gesehen werden kann, ohne sich etwas zu Essen zu holen. Ein ganz klares Übergewichtsrisiko! Außerdem kommen Sie von der Unsitte nicht mehr so leicht weg. Gemeinsame Mahlzeiten sind ein wichtiger Bestandteil des geregelten Alltags und eine optimale Möglichkeit der Kommunikation – aber eben nur, wenn nicht der TV läuft. Wahrscheinlich sind die Kinder keine krankhaft schlechten Esser, sondern regulieren ihren Appetit nur anders, als die Eltern das (warum auch immer) gerne sehen würden. Vielleicht liegen ja auch die Eltern falsch.