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Das gibt´s doch nicht! Eine wahre Geschichte

Mesut ist 10 Jahre, ein etwas schüchterner, aber fröhlicher Junge. Er liebt Spaghetti und Fußball, ist intelligent, handwerklich sehr geschickt und spielt gerne mit anderen Kindern. Mesut ist vor eineinhalb Jahren nach Deutschland gekommen, alleine, denn die Familie wurde auf der Flucht getrennt. Den Stadtteil, aus dem Mesut stammt, gibt es nicht mehr, er ist zerbombt. Die Eltern flohen, um ihren Kindern das Leben zu retten. Seine kleinste Schwester hat Mesut allerdings noch nie gesehen, sie wurde erst nach der Trennung von den Eltern geboren. Mesut lebt heute in Deutschland bei einem Onkel. Wann und ob er seine Eltern wieder sieht, weiß niemand. Es fehlt das Geld für Pässe und die Flugkosten. Mesut vermisst seine Eltern natürlich sehr. Ab und zu erzählt er von ihnen, zum Beispiel wie er einmal mit seinem Vater einen Schrank aufgebaut hatte. Mesut durfte mit dem Akkuschrauber die Schrauben eindrehen, worauf er sehr stolz war. Mesut spricht inzwischen schon recht gut Deutsch, natürlich noch mit einigen Fehlern. In seiner Heimat konnte er in den Kriegswirren nur wenige Wochen die Schule …

Kinderbetreuung im Krankheitsfall

Viele Eltern fürchten es: das Kind wird krank, aber Mama und Papa müssen auf die Arbeit. Und nun? Wer betreut das Kind? Die Not und manchmal auch die Angst um den Arbeitsplatz sind hier groß! Das hören wir sehr oft in der Sprechstunde. Ja, Eltern haben Anspruch auf 10 Kinderkrankentage im Jahr, zumindest wenn sie gesetzlich versichert sind. Aber 10 Tage sind in einer Infektsaison schnell aufgebraucht – ebenso wie die Geduld mancher Vorgesetzter, die zum Teil erheblichen Druck auf die Eltern ausüben. Deshalb geben immer wieder Eltern wider besseres Wissen aus Angst und mit schlechtem Gewissen die Kinder krank in die Kita oder die Schule. Viele Familien können leider nicht auf Großeltern zurückgreifen, weil diese entweder viel zu weit weg wohnen oder selbst noch berufstätig, krank oder nicht belastbar sind. Das System der Sicherstellung einer Kinderbetreuung im Krankheitsfall ist in der BRD hinter anderen Ländern zurück. Es fußt auf der heutzutage einfach nicht mehr gegebenen Annahme, dass es im Hintergrund schon noch Betreuungspersonen gibt, die im Falle der Erkrankung eines Kindes einspringen. Das ist …

Blick über den Tellerrand – Kinder in Syrien

UNICEF hat am 13.3.2017 den Bericht über die Lage der Kinder in Syrien veröffentlicht. Der Bericht hätte eigentlich angesichts des Ausmaßes des Leidens und der ungeheuerlichen Zahlen tagelang in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit stehen müssen. Tat er aber nicht. Am nächsten Tag waren Schlagzeilen über Herrn Erdogan, Fake News und Abfindungen von Topmanagern wieder wichtiger. 2016 sind über 650 Kinder während der Kämpfe im syrischen Bürgerkrieg umgekommen. Wieder eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Kinder werden als Attentäter, Soldaten oder Gefängnisaufseher missbraucht, ihre Leben sind nach den unsagbaren Traumata zerstört bzw. die Kinder sind für immer gezeichnet. Die Kinder in Syrien sind sogenanntem Toxic Stress ausgesetzt, der gefährlichsten Stressform, die sich bis ins Erwachsenenalter gravierend auswirken kann, sowohl psychisch als auch körperlich am Hirn und an anderen Organen. Der Bericht zeigt, dass Symptome wie etwa Bettnässen bei syrischen Kindern deutlich zunehmen. Nicht gerade erstaunlich und noch nicht die schlimmste Folge! Wie es den Kindern in Zukunft gehen wird, welche Symptome sie körperlich und psychisch entwickeln werden und in welchem Ausmaß, lässt sich derzeit nur erahnen. Sechs …

Ostern mit Simons Blog

Liebe Leserinnen und Leser, Ich will Ihnen einen Blog von einem nun zwölfjährigen Jungen vorstellen, der an einem Hirntumor leidet. Er erzählt von seinem Umgang mit dem Leben, der Krankheit, dem Thema Tod. Beeindruckend, was er zu sagen hat, mehr als so mancher Erwachsene. Aber machen Sie sich selbst ein Bild: www.simon-hoffnung-leben.de! Lassen Sie sich ein auf das, was Simon schreibt. Und vielleicht hinterlassen Sie ja für Simon eine kurze Nachricht oder Ermutigung! In dem Sinne: frohe Ostern, für Simon und seinen Familie, aber auch für Sie, Ihre Kinder und Ihre Familien. Ostern ist ja das Fest des Lebens, das über den Tod siegt. Genießen Sie das Leben mit Ihren Liebsten ganz besonders an diesen Festtagen.