Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kinderarzt

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Kinderärztemangel – ein akutes Problem

Es ist schlicht und einfach Realität: in Deutschland besteht ein echter Kinderärztemangel. Und das ist im Alltag bereits deutlich spürbar. Eltern in ganz Deutschland kennen die Schwierigkeit, Termine beim Kinderarzt zu bekommen oder gar überhaupt einen Kinderarzt zu finden, der Patienten annimmt. Wie nun auch der Berufsverband der Kinderärzte warnt, wird sich die Problematik weiter zuspitzen, wenn nicht gegengesteuert wird. Fakt ist: Die Anzahl der Kinderärzte in einem Verwaltungsgebiet ist vorgegeben und beschränkt. Eine Praxiseröffnung ist nur zulässig, wenn in einem Gebiet ein sog. KV-Sitz frei ist und besetzt werden darf. Zugrunde liegt eine Bedarfsplanung. Diese Bedarfsplanung müsste der aktuell schon sehr hohen Nachfrage und dem zu erwartenden noch höheren Bedarf angesichts der derzeit weiter steigenden Geburtenzahlen allerdings dringend angepasst werden. Zudem werden ein Viertel aller Kinderärztinnen und -ärzte in den kommenden 5 Jahren in den Ruhestand gehen. Damit wird sich die Situation erheblich verschlechtern, denn viele der jüngeren Ärzte wollen nicht in die Niederlassung. Und wie wirkt sich das nun aus? Die Kinderarztpraxen versuchen landauf und landab sicher ihr Möglichstes, aber dem hohen Bedarf …

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Die perfekte Mutter!

Gelegentlich lacht das Kinderarztherz, weil mitten in der Sprechstunde der Schimmer einer perfekten Mutter aufleuchtet. (Gender-korrekte Anmerkung: Es war im folgenden Fall eine Mutter. Es hätte auch ein Vater sein können.) Was hat das Kinderarztherz erfreuen lassen? Eine junge Mutter (19) erzählt im beiläufigen Smalltalk während einer Routineuntersuchung, dass ihr erstes Kind, ihr 5 Wochen alter Säugling, schon eine Nacht komplett durchgeschlafen hat. Als ob das das Selbstverständlichste wäre (was es natürlich nicht ist). Als Begründung lieferte sie: „Sie war einfach fertig. Wir waren gestern den ganzen Tag unterwegs.“ Nimmt das ruhige und entspannte Kind sicher hoch und zieht es mit der Selbstverständlichkeit einer erfahrenen Mutter an. Eigentlich nichts Besonderes. Und dennoch etwas Besonderes! Keine Spur von Bedenken, ob es vielleicht unnormal sein könnte, dass der Säugling 10 Stunden durchschläft. Keine Spur von Bedenken, ob es vielleicht schädlich sein könnte, das Neugeborene einen ganzen Tag auf Unternehmungen mitzunehmen. Die jugendliche Unbekümmertheit der Mutter war noch nicht überfrachtet von Tausenden von Empfehlungen, die auf Eltern hereinprasseln. Sie hat einfach auf ihr Bauchgefühl gehört. Alles gut mit …

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Dramaqueens und Zornbolde – 7 Tipps wenn Ihr Kind beim Kinderarzt brüllt!

Kinder schreien beim Kinderarzt gerne einmal oder wehren sogar eine Untersuchung so ab, dass sie auch von versierten Ärzten kaum mehr mit sicherem diagnostischem Ergebnis durchgeführt werden kann. Das letztere ist auch das eigentliche Risiko, das in einem Kinderarztbrüller steckt, und weit wichtiger als eventuelle Peinlichkeiten für die begleitenden Eltern. Zunächst einmal: Die Kinder dürfen das. Im Alter von 9 Monaten bis 24 Monaten ist abwehrendes Verhalten eher die Regel als die Ausnahme. Es ist natürlicher Selbsterhaltungstrieb („ich schütze meinen Körper vor Schmerz oder Verletzung“), häufig kombiniert mit einer ersten Phase der Selbstabgrenzung („Fremdeln“). Nach dem Alter von 2 Jahren ist ein abwehrendes und vor allem heftig schreiendes Verhalten beim Arzt zunehmend ungewöhnlicher. Man findet es später eher bei hysterisch veranlagten Kindern. Eine eigentliche Angst vor der Praxis tritt immer mehr in den Hintergrund und die „Show“, die Chance, im Mittelpunkt zu stehen und den eh schon gestressten Eltern die eigene Macht zu demonstrieren tritt in den Vordergrund. Doch was tun, wenn Ihr Kind beim Kinderarzt immer zur Dramaqueen oder zum Zornbold mutiert? Es geht …

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Warum wir Kinderärzte geworden sind…

Kennen Sie den Witz: „Ach Sie sind Kinderarzt? Und wann werden Sie richtiger Arzt?“ Ja! Wir warten schon lange darauf, dass aus uns endlich richtige Ärzte werden!!!! Auch wenn wir fürchten dass das nie passieren wird… Aber Spaß beiseite! Es ist ein wahnsinnig schöner Job Kinder medizinisch zu betreuen. Und jetzt, heute und hier wollen wir das Geheimnis lüften, warum wir uns für diese Laufbahn entschieden haben. Vorab vielleicht ein Überblick, wie man Kinderarzt wird. Danach das Warum. Wie wird man Kinderarzt oder -ärztin? Am Anfang steht das mindestens 6-jährige allgemeine Medizinstudium Daran schließt sich die mindestens 5-jährige Facharztweiterbildung an, die zur Facharztbezeichung Kinderarzt/-ärztin (oder Facharzt/-ärztin für Kinder- und Jugendmedizin, wie es offiziell heißt) führt Nach erfolgter Facharztweiterbildung sind dann weitere, teils mehrjährige, Spezialisierungen möglich, also z.B. in Kinderkardiologie, Psychosomatik oder in besonderer Ultraschalldiagnostik Und warum wird man nun Kinderarzt oder -ärztin? Also – warum haben wir uns nun dieser langen Aus- und Weiterbildungszeit unterzogen? Dr. Gerald Hofner: Kinderheilkunde ist eine wunderbare Mischung aus einem „Hausarzt“ für die Fragen der Familien zu ihren Kids und …