Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sport

Notarzt

Herztodesfälle beim Sport junger Menschen (und ihre Vorbeugung)

Herztodesfälle (der plötzliche Herztod) bei jungen Menschen sind dramatische Seltenheiten. Umso mehr fallen sie uns in unserer täglichen Routine auf. Umso mehr schüren sie Angst. Sie treten zu einem großen Anteil bei ungewöhnlichen Belastungen auf, häufig deshalb beim Sport. Die Ursachen sind vielfältig. Es können angeborene Fehlbildungen des Herzens (vor allem der Herzkranzgefäße) oder eine angeborene Neigung zu bösartigen Herzrhythmusstörungen sein, aber auch erworbene Herzerkrankungen, wie die „Kardiomyopathie“ (eine Störung der Herzmuskulatur) oder eine Virusinfektion. Die meisten dieser Störungen kann man mit wenig aufwändiger Diagnostik feststellen bzw. ausschließen. In der Regel reichen ein EKG und ein Herzultraschall, in Einzelfällen braucht es weitergehende Diagnostik. Welche Vorbeugung kann ich Ihnen als Kinderkardiologe und Sportmediziner deshalb empfehlen? Bei ambitionierten Sportlern (am besten allerdings bei allen Menschen) sollte die oben erwähnte Diagnostik durchgeführt werden. Dies tue ich regelmäßig zum Beispiel bei jugendlichen Leistungsfußballern im Auftrag des FIFA Medical Centers Regensburg. Außerdem sollten Symptome der eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit oder andere Auffälligkeiten von Herz, Brustkorb oder Kreislauf immer Anlass sein, den Arzt zu befragen. Und drittens sollte Sport nach bakteriellen und …

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Tipp der Woche – dieses Mal auf dem Trampolin!

Trampolin ist für Kinder eigentlich der perfekte Sport. Macht Spaß, fördert Koordination und Körperbeherrschung und kräftigt. Wenn da nicht das Risiko für Überlastungsbeschwerden wäre. Immer, wenn das Trampolin nach längerer Pause wieder in Betrieb genommen wird, gibt es groooooßen Nachholbedarf. Also auch nach dem Winter. Es wird gesprungen, was der Stundenplan hergibt. Und das macht selbst den Zuschauern Spaß. Leider führt das nicht selten  zu Rücken- und Gelenksschmerzen. Sogenannten Überlastungsbeschwerden. In der Regel heilen diese aber mit ein wenig Pause wieder ab. Merke also: Auch Trampolinspringen nach längerer Pause braucht eine Gewöhnung. Am Anfang also besser nicht mehr als 15 Minuten am Tag. Das kann man dann aber meist bald steigern. Und bitte die Unfallverhütungsempfehlungen der Hersteller beachten!

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Fußball ist ein wunderbarer Sport – super für Kinder

Fußball ist der Deutschen liebster Sport. Und der Vereinsfußball stemmt sich tapfer gegen den Trend des Nachwuchsmangels in Sportvereinen. Aber ist Fußball aus jugendsportmedizinischer Sicht denn überhaupt gut? Ja! Fußball ist nicht umsonst der beliebteste Jugendsport – inzwischen nicht mehr nur bei Jungs, denn auch Mädchen trauen sich immer häufiger an Flanken und Kopfbälle. Ich sehe viele Vorteile, denen nur wenige Nachteile gegenüber stehen. Fußball fördert viele wichtige Fähigkeiten, sportwissenschaftlich heißen diese „motorische Hauptbeanspruchungsformen“. Fußball fördert: Schnelligkeit Ausdauer Beweglichkeit Koordination Dazu kommen die Vorteile soziale Integration und Teamdenken Bewegung an frischer Luft Und – koordinativ anspruchsvoller Sport fördert auch insgesamt die Leistungsfähigkeit des Gehirns, wie immer beim Üben von komplexen Bewegungsmustern. Fast wie ein Lottogewinn für viele junge Freizeitkicker: manche Schulleistungen werden besser durch Trippel- und Flankentraining Insgesamt also ein klares Ja für Fußball! Für Mädchen und Jungs!

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Wow! Schlagzeugspielen ist fast Leistungssport

Die Sporthochschule Leipzig hat es untersucht: Schlagzeuger haben eine körperliche Beanspruchung, die in die Nähe der Profiausdauersportler heran kommt. Die Wissenschaftler begleiteten einige Profi-Schlagzeuger auf Tournee und ins Studio und haben während des Drummens den Umsatz an Sauerstoff gemessen. Die Ergebnisse waren überraschend. Sie betreiben mindestens Fitnesssport, wenn nicht sogar Leistungssport, was ihre Werte angeht. Wer also die Vorteile von Musik und Sport kombinieren möchte….ran an die Drum!

Schaf Turnen, Sport, Freude 2

Reizthema Schulsport!

Am Schulsport scheiden sich die Geister. Lehrer, Schüler und Eltern. Wenn Stunden eingespart werden müssen, dann geschieht das häufig auf Kosten des Schulsports. Was eigentlich dumm ist! Denn es gibt genug Beweise, dass Sport eine lohnende Pause darstellt, das heißt, dass die Aufnahmefähigkeit für theoretischen Stoff nach Sport verbessert ist. Nachdem in den Stresszeiten des Schuljahres auch am Nachmittag häufig wenig Zeit für Sport und körperliche Aktivitäten bleibt, würde ich es als Kinder- und Jugendarzt und Sportmediziner lieber sehen, wenn dem Sport in der Schule mehr Gewicht beigemessen würde. Es ist für viele Kinder der einzige Anreiz, sich zu bewegen oder sich mit bestimmten Sportarten auseinander zu setzen. Der Vorteil auf das Verhalten ist da noch gar nicht mitgerechnet. Austoben ist einfach nötig, für Jungs meist noch etwas mehr als für Mädchen.

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Fitnesstraining für frischgebackene Mütter

Sport für frischgebackene Mütter – geht das auch für Mamas, die niemanden für die Kinderbetreuung haben oder die das Kind nicht abgeben wollen? Die Kinderärzte haben immer wieder das wichtige Thema aufgegriffen, dass auch Eltern einen Ausgleich brauchen. Wenn es Eltern gut geht, wirkt sich das positiv auf die Kinder aus. Viele junge Mütter suchen nach Möglichkeiten für sportliche Betätigung mit Baby – und es gibt sie! Wichtig ist, dass es Spaß macht. Denn mit all den Anforderungen des Alltags mit einem Baby können nur das passende Angebot in der Nähe und Gleichgesinnte einem helfen, sich aufzuraffen. „Fit dank Baby“ wird in vielen Städten in angeboten. Das Besondere: Die Kinder werden nicht extra betreut, sondern bleiben bei ihren Müttern, robben auf einer Matte oder dienen auch einmal als Trainingsgewicht. Dann gibt es „Laufmamalauf“, ein Fitnessprogramm für Mamas im Freien mit Kind und Kinderwagen. Verschiedene Übungen wechseln ab mit machbaren Laufeinheiten. Darüberhinaus gibt es auch Fitnessstudios mit Kinderbetreuung oder die, allerdings doch teurere, Möglichkeit, mit einer Personal Fitnesstrainerin zu Hause zu trainieren. Was auch immer man macht, es …

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Übergewicht – es ist jedenfalls kein einzelnes Gen!!!

Es ist angeboren aber es sind nicht nur die Gene…! In der bisher größten genetischen Studie an mehr als 300.000 Probanden konnte ein internationales Forscherteam eine Vielzahl von genetischen Faktoren finden, die im Zusammenhang mit starkem Übergewicht stehen. Die direkte Vererbung eines spezifischen Gens war nicht zu finden. Dennoch ist die Neigung zu Übergewicht familiär. Wenn keine eindeutige genetische (Mendel´sche) Vererbung, was dann? Es wird nicht das Übergewicht vererbt, sondern nur die Neigung zu Übergewicht. Möglicherweise über das frühkindliche „biological programming“, also die Bahnung bestimmter Stoffwechselwege hin zu Übergewicht. Was schließen die Kinderärzte nun daraus? Um späteres Übergewicht vorzubeugen wäre ein sehr früher Beginn vorbeugender Lebensbedingungen nötig. Ernährung und Bewegung der Eltern muss bereits gesund sein um bei den Kindern dies zu ermöglichen. Die Kinderärzte sehen aber auch, dass Eltern bei den komplex gewordenen Lebensbedingungen nicht auf jede Einzelheit optimalen Verhaltens achten können. Ein gesunder und machbarer Mittelweg wäre für die Kinderärzte die Kombination von gesunder Kinderkost und Einüben von körperlicher Aktivität ab dem Laufalter. Dazu kommt der Auftrag an die Eltern, Vorbild zu sein: …

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Lernen fördern durch Sport

Die Kinderärzte erläutern: Auch der Alltag von Kindern wird immer schnelllebiger und anspruchsvoller. Der Leistungsdruck und die an die Kinder herangetragenen Erwartungen steigen. Psychosomatische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen sind keine seltene Folge. Hier kann Sport ein guter Ausgleich sein, aber Sport wirkt sich auch positiv auf das Lernen aus. Deshalb ist es gut, den Kindern außerhalb des Schulunterrichts im sinnvollen Umfang Angebote zu machen, um die sportliche Betätigung zu fördern. Wie positiv sich täglicher Sport auswirkt, zeigt wieder die aktuelle Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Pediatrics. Der nun publizierten Studie zufolge führen bereits 70 Minuten Sport täglich dazu, dass sich Kinder besser konzentrieren und weniger ablenken lassen. Auch die Flexibilität der Kinder, zwischen verschiedenen Aufgaben zu wechseln, steigerte sich. Natürlich verbesserte sich auch die körperliche Fitness. Außerdem wird das soziale Miteinander durch Sport in der Gruppe gestärkt. Florian Heinen, Chef der Neuropädiatrie des Haunerschen Kinderspitals der Uni München fasst das Thema Sport und Schule so zusammen: „Es gibt kein Lernen ohne Bewegung.“ Dies muss aus kinderärztlicher Sicht nebenbei auch im modernen Schulunterricht berücksichtigt werden. Darum nicht …