Alle Artikel mit dem Schlagwort: Einfluss

Der Einfluss der Erziehung wird vollkommen überschätzt

Eltern können nicht so viel falsch machen. Das ist kurz und knapp die – entlastende -Zusammenfassung, wenn man umfangreiche Studien zu Erziehung und zur Genetik, die sich mit dem Einfluss der Eltern auf die Kinder auseinandersetzen, im Gesamtüberblick ansieht und zusammenfasst. Eine unendliche Vielzahl an Erziehungsratgebern überschwemmt den Markt. Oft auch profitierend von der unnötigen Angst der Eltern, „etwas falsch“ zu machen, eine Sichtweise, die viele Eltern enorm stresst! Viele, oft sehr widersprüchliche Aussagen sind da zu lesen.Soll man nun beispielsweise streng oder doch sehr locker erziehen? Nicht wenige Erziehungsratgeber wurden ja auch längst widerlegt, zum Beispiel ist Autismus eben keine Folge falscher Erziehung. Vorausgesetzt, ein Kind bekommt Geborgenheit und es erlebt keine körperliche oder seelische Misshandlung, ist nun aber der Einfluss der Erziehung oder eines Erziehungsstils tatsächlich geringer als gemeinhin angenommen. Wichtiger scheint zu sein, welches Verhalten die Eltern den Kindern in verschiedenen Situationen (z.B. bei Konflikten) vorleben. Es gibt Daten, die nahelegen, dass Kinder vom Umfeld außerhalb der Familie sogar stärker geprägt werden. Die Gene spielen eine erhebliche Rolle. Knapp die Hälfte aller …

Ein Hoch auf die Papas!

Viel wird geschrieben und geforscht über die Mütter, ihre zentrale Rolle und ihren wichtigen Einfluss in der Kindheit. Oft gerät die Bedeutung der Väter in der Betrachtung dabei sehr aus dem Blick. Dabei ist die Rolle der Väter extrem wichtig. Und wir erleben es in der Praxis: Viel mehr Väter als früher kommen zum Beispiel mit zu den Vorsorgeterminen ihrer Kinder. Ob und wie sehr sich ein Vater in den ersten Lebensjahren in den Alltag des Kindes und die Erziehung einbringt, spielt für das spätere Verhalten von Kindern und Jugendlichen eine enorme Rolle. Die Kinder sind einer britischen Studie zufolge eindeutig psychisch stabiler und seltener verhaltensauffällig, wenn die Väter sich entsprechend einbrachten. Nachfolgende Schwierigkeiten seelischer oder sozialer Natur traten um 14% seltener auf. Die Kinder entwickeln leichter ein gesundes Selbstbewusstsein, wenn sie mit beiden Elternteilen Erfahrungen und Gefühle teilen. Frauen und Männer gehen an Kinder sehr unterschiedlich heran, beginnend beim Spielen über das Sprechen oder Füttern bis hin zum Wickeln. Das bemerken bereits Babys mit 2 Monaten! Sie bewegen sich bei Papa anders auf dem …