Monate: März 2019

Cannabis hinterlässt Spuren im Gehirn Jugendlicher

Hinterlassen bereits geringe Mengen an Cannabis Spuren im Gehirn Jugendlicher? Dies legt zumindest eine neue Studie nahe, wobei sie aber auch viele Fragen offen lässt. Unstrittig ist, dass der frühe und regelmäßige Konsum von Cannabis Veränderungen am Gehirn hervorruft. Immerhin über 8% der Jugendlichen zwischen 12-17Jahren haben schon einmal Cannabis konsumiert. Die nun veröffentlichten Daten deuten darauf hin, dass sich bereits geringe Mengen, also das Ausprobieren von 1 oder 2 Joints, auswirken könnten: In den Hirnregionen (vor allem die Regionen Amygdala und Hippocampus), die Cannabis mit besonderen Rezeptoren binden können, schien nach den Daten der Studie bei den Probanden die graue Substanz vermehrt. Dieser Effekt zeigte sich aber auch z.B. im Kleinhirn. Offen bleibt, ob oder welche Folgen das haben könnte und ob es nicht andere Ursachen oder Einflussfaktoren für diese Beobachtungen geben könnte, die nicht berücksichtigt oder erfasst wurden. Die vorliegende Studie stellt also keinen Beweis dar! Die Botschaft an Jugendliche muss darum sein: Aus den neuen Forschungsergebnissen können wir noch keine sicheren Schlüsse ziehen. Dennoch Vorsicht! Cannabis hinterlässt Folgen! Es gibt nun erste …

McDonald´s muss auch mal sein!

Dieser Beitrag wird viele Kinder erfreuen – und auch die Eltern. Denn mal ehrlich – hat nicht jeder ein wenig ein schlechtes Gewissen, der sein Kind zu McDonald´s lässt. Nach oft langem Zedern. Ich darf Ihnen mit voller Unterstützung der Wissenschaft erlauben, ohne schlechtes Gewissen zu McDonald´s zu gehen. Alleine. Oder mit Ihrem Kind. Wenn…ja, wenn das nicht zur Gewohnheit wird. Denn superoptimal sind die Nährwerte dort nicht. Obwohl man McDonald´s zu Gute halten muss, dass man sich stets um Verbesserung der Nährwerte bemüht hat und es weiter tut. Ein Hamburger hat auch gar nicht so viel Kalorien. Und die neuen Veggie-Burger sind sogar erstaunlich eiweißreich. Es muss ja nicht gleich der „1000KCal-in-3-Minuten“-Burger sein. Warum ich Ihnen aber einen gelegentlichen Besuch bei McDonald´s sogar anrate, hat einen anderen Grund. Es gibt sehr gute Belege dafür, dass komplette Verbote zu Überreaktionen führen, und vor allem nicht die Kontrolle schulen. Das gilt für jede Art der Enthaltsamkeit. In Dingen der Ernährung, beim Fernsehen, bei den Bildschirmzeiten, usw.. Das Schlagwort ist „Selbstkontrolle“. Das Ziel ist, die Kontrolle des …

Ätherische Öle bei Erkältungen

Ärzte konnten lange mit ätherischen Ölen nichts anfangen und raten noch vielfach davon ab. Es zeichnet sich aber eine große Änderung ab. Der Hintergrund ist ganz einfach. Bei den leicht flüchtigen (verdunstenden) biologischen Stoffen aus Pflanzen handelt es sich in der Regel um Stoffgemische, deren Hauptwirkstoff nicht immer zu identifizieren oder zu isolieren ist. Außerdem (oder deshalb) besteht bei großflächiger Anwendung aus Erkältungssalben und/oder bei unkontrollierter Inhalation das Risiko einer Vergiftung. Dabei wären die Öle durchaus sehr sinnvoll, denn es gibt inzwischen mehr als 100 Forschungsarbeiten, die  sich mit dem Einsatz in der Medizin beschäftigen: Eukalyptusöl wird zum Beispiel aufgrund seiner antibakteriellen Wirksamkeit für den Einsatz bei multiresistenten Bakterien beforscht. Lavendel hat bereits Einzug in die Geriatrie und Psychiatrie gefunden – schlaffördernd und beruhigend. Und Menthol hat die gut bekannten Wirkungen bei Schnupfen und Husten. Als Kinderpneumologe bin ich kürzlich auf diesen Zug aufgesprungen und habe die Verantwortung für RhinoQuick® Schnupfenpflaster, ein hochwirksames Präparat bei Erkältung, übernommen. Das Geniale ist, dass die ätherischen Öle aus Minze, Lavendel und Eukalyptus aus der Matrixschicht eines Funktionspflasters freigesetzt …

WHO Statement

Impfungen verhindern laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) weltweit pro Jahr etwa 2-3 Millionen Todesfälle. Würden mehr Menschen geimpft sein, könnten noch einmal 1,5 Millionen Menschen gerettet werden. Nicht immunisierte Menschen geben Krankheiten weiter und können selbst erkranken. Die WHO hat darum die mangelnde Impfbereitschaft zu einer der 10 größten Gesundheitsgefahren weltweit erklärt. Die Verbesserung der Impfbereitschaft gehört deshalb laut WHO zu einem vorrangigen Ziel der nächsten Jahre. Als Beispiel führt die WHO die Masern an, die bis 2020 ausgerottet hätten werden sollen. Dieser Plan wird durch die mangelnde Impfbereitschaft der Industrienationen und der arabischen Welt nicht eingehalten werden können. Im Gegenteil: 2017 sind 30% mehr Menschen weltweit an Masern erkrankt als im Vorjahr. Die Politik diskutiert dieses Thema intensiv. Die Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion bezeichnete beispielsweise Impfen als Akt der gesellschaftlichen Solidarität. Anders als in Italien oder Frankreich gilt jedoch in Deutschland keine Impfpflicht. Wir wollen mit diesem Blogbeitrag an dieser Stelle explizit keine Diskussion eröffnen und werden darum außer der obigen, kurzen Darstellung des WHO-Statements und der Politik nichts weiter hinzufügen oder erwidern. Impfbefürworter wie Impfgegner …