Monate: Februar 2020

Stopp der Kurzsichtigkeit

Weltweit gibt es immer mehr kurzsichtige Kinder. Dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist ein wichtiges Ziel, da stark kurzsichtige Menschen doch ein erhöhtes Risiko haben, grünen oder grauen Star oder auch Netzhautablösungen zu entwickeln. Die Berichte über die Zunahme der kindlichen Kurzsichtigkeit kommen aus Asien, den USA, aber auch aus Deutschland. Je früher die Entwicklung beginnt, desto stärker ist sie am Ende des Jugendalters. Doch wie kann man dem entgegenwirken? Es gibt Berichte über positive Effekte einer Behandlung mit Atropin-Augentropfen, die als Wirkstoff das Gift der Tollkirsche enthalten. Die Kinder hatten außer etwas erweiterten Pupillen keine bedeutenden Nebenwirkungen. Allerdings sprechen 10-20% der Kinder nicht auf diese Therapie an. Auch eine differenzierte Brillenbehandlung kann bremsend auf die Entwicklung der Kurzsichtigkeit wirken. Damit die Kurzsichtigkeit aber gar nicht erst entsteht, raten Augenärzte zu einem Leseabstand von mindestens 30 Zentimetern und dazu, dass sich die Kinder mindestens 2 Stunden täglich im Freien aufhalten.

Energy-Drinks Ursache für Todesfälle?

Energy-Drinks boomen. Jetzt schlagen Ärzte Alarm. Insbesondere die hohe Koffeindosis kann toxisch (giftig) wirken. Das Bundesinstitut für Risikobewertung beobachtet die Gruppe der Energy-Drinks bereits, nachdem Todesfälle im Zusammenhang mit erhöhtem Konsum dieser Getränke gesehen werden – schrecklich für ein Getränk, das eigentlich als Stimmungsmacher auf Partys gilt. Die Todesfälle werden auf die häufige Einwirkung hoher Mengen an Koffein auf den unreifen Körper des Kindes und insbesondere auf das kindliche Herz gesehen. Nachdem nun auch der Bayerische Rundfunk darüber in einer Reportage berichtet hat, möchte ich Ihnen das  Thema als Kinderkardiologe zusammenfassen. Was passiert – aus kardiologischer Sicht? Die andauernde erhöhte Zufuhr von Koffein stimuliert das Herz ähnlich wie andauernde Stress-Belastung. Das erhöht den Blutdruck und den Puls und kann zu einer Verdickung der Herzmuskulatur führen – vor allem bei ähnlichen Erkrankungen in der Familie. Dies kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Warum sind Energy-Drinks dann nicht verboten? Produkte können nur dann vom Markt genommen werden, wenn der Zusammenhang belegt ist. Gerade bei Kindern sind Studien, die das Risiko beweisen würden, aber aus ethischen Gründen kaum durchzuführen. Was …

Exzessive Handynutzung als Ursache gesundheitlicher Probleme

„Bildschirmmedien sind so etwas wie die grauen Herren der heutigen Kindheit!“ (Paula Bleckmann, Professorin für Medienpädagogik) So mancher wird sich erinnern an „Momo“ von Michael Ende. Die grauen Herren stehlen darin den Menschen ihre Lebenszeit. Sie verführen die Menschen zu einem Lebensstil der äußerst zeitsparenden Effektivität. Der Mensch und die menschliche Gesellschaft bleiben auf der Strecke. Prof. Bleckmann formuliert die Problematik anschaulich zugespitzt. Nicht, dass hier der Medienfeindlichkeit das Wort geredet werden soll. Aber es ist sicher sinnvoll, das Ausmaß des Medienkonsums beim eigenen Nachwuchs zu hinterfragen und in sinnvolle Bahnen zu lenken. Dies gilt schon deshalb, weil man die Kinder so an eine bewusste Gestaltung der Inhalte ihres Lebens heranführen kann. Doch es gibt noch einen Aspekt. Denn immer häufiger diagnostizieren Ärzte bei Kindern exzessive Handynutzung als Ursache gesundheitlicher Probleme wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel oder Bauchweh. Und die langfristigen Folgen davon können durchaus ernsthaft sein. Darum raten wir zu einem sinnvollen Umgang mit den Bildschirmmedien – es gibt noch Anderes und Wichtigeres als das Handy. Besprechen Sie das mit Ihren Kindern und führen Sie …