Alle Artikel in: Dossier

Bitte bleibt zuhause!!!

Die Coronakrise schreitet unerbittlich voran. Viele Menschen sind vorbildlich und vernünftig und bleiben zuhause. Aber leider nicht alle. Wir Kinderärzte appellieren in aller Dringlichkeit: Das Wichtigste in diesen Tagen ist wirklich das Eine, die Weiterverbreitung des Virus soweit wie irgend möglich zu verringern. Also bleibt zuhause! Jeder kann beitragen, ob groß, ob klein. Versteht, daß es auf jeden einzelnen ankommt. Jeder vermeidbare Kontakt ist in der momentanen Situation einer zuviel. Wiegt Euch nicht in falscher Sicherheit. Jeder, ausnahmslos jeder Einzelne von uns, ist in der Verantwortung. Also, lasst uns zusammen helfen. Es kann für jeden von uns lebenswichtig sein, das zu tun. Bleibt zuhause! Teilen Sie diese Botschaft an möglichst viele Menschen, alt wie jung! Gerade auch an lebensfrohe Jugendliche und junge Menschen, aber auch an die Älteren! Danke, damit helft Ihr uns allen! Jeder kann dadurch Leben retten! Auch das eigene. Bleibt zuhause!

Fridays for future

Fridays for future – die Bewegung ist in aller Munde. Wie stehen Sie zu den Demonstrationen der Schülerinnen und Schüler? Als Kinder- und Jugendarzt beziehe ich klar Position: ich unterstütze die Jugendlichen in ihren Anliegen! Ein Blick auf die aktuelle Lage ernüchtert. Der Klimawandel, die Umweltverschmutzung, das Artensterben sowie die Vermüllung der Meere sind Tatsachen. Schlagworte, die jeder im Ohr hat. Hinter diesen Schlagworten stehen aber Probleme immensen Ausmaßes. Fakt ist, dass die durchaus kritische Lage des Planeten sich immer weiter verschlechtert und die internationale Politik ein gemeinsames, nachhaltiges und in akzeptablem Zeitraum wirksames Vorgehen nicht wirklich erreicht. Die entstehenden Probleme werden unsere Kinder und Enkel aushalten und lösen müssen. Ein Armutszeugnis für unsere Generation, dass wir unseren Kindern den Planeten nicht in besserem Zustand hinterlassen. Ich frage mich deshalb: Was bleibt den Jugendlichen denn übrig, als zu versuchen, die Problematik in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken? Sie denken natürlich an ihre Zukunft und an das, was sie angesichts des Klimawandels und der Umweltverschmutzung erwarten wird. Sie handeln engagiert und – wenn man …

Ich hab´ keinen U2 Termin bekommen!

Wir tun in unserer Praxis für unsere Patienten, was in unserer Macht steht, dennoch können wir nicht alles ermöglichen. Das ist auch für uns nicht zufriedenstellend, dennoch müssen wir diese Grenzen leider akzeptieren. Wovon spreche ich hier? Ein Beispiel: Frau M. läuft mir zufällig in der Stadt entgegen. Sie grüßt freundlich und fragt, ob sie mir kurz etwas sagen kann, wo sie mich schon einmal trifft. Dann schildert sie, dass sie nach der Geburt ihrer zweiten Tochter von unserer Praxis keinen U2 Termin bekommen habe, was sie bewogen hat, die Praxis zu wechseln. Was ist der Hintergrund? Letztlich der bundesweite Kinderärztemangel! Fakt ist: Die Anzahl der Kinderärzte in einem Verwaltungsgebiet ist vorgegeben und beschränkt. Eine Praxiseröffnung ist nur zulässig, wenn in einem Gebiet ein sog. KV-Sitz frei ist und besetzt werden darf. Zugrunde liegt eine Bedarfsplanung. Diese Bedarfsplanung müsste der aktuell schon sehr hohen Nachfrage und dem zu erwartenden noch höheren Bedarf angesichts der derzeit weiter steigenden Geburtszahlen allerdings dringend angepasst werden. Zudem werden ein Viertel aller Kinderärztinnen und -ärzte in den kommenden 5 Jahren …

Die Blogmännchen heißen….?

Wir haben um Ihr Votum gebeten. Et voilà – unsere Blogmännchen haben nun Namen. Eigentlich waren die kleinen Wichte nur entstanden, um vielleicht ab und zu mal einen Blogbeitrag zu illustrieren. Aber dann wurden sie bei unseren Lesern beliebter, als wir das erwartet hatten. Das bestätigen Ihre zahlreichen Zuschriften. Die Männchen begannen fast, ein Eigenleben zu entwickeln. Und damit brauchten wir einen Namen für die Bewohner aus Bloghausen. Ihre Fantasie, liebe Leser, war bewundernswert. Und es fiel schwer, eine Auswahl zu treffen. Das Rennen um die Namen der Schwarzelmännchen, die in Bloghausen mit den anderen Bewohnern ein fröhliches Leben führen, haben nun die Namen Oskar und Finn gemacht. Danke an alle Paten und weiterhin viel Spaß mit unserem Blog!

Ein gutes neues Jahr 2018!

Die Kinderärzte waren in der Weihnachtspause! Nun wünschen wir an dieser Stelle Ihnen und Ihren Kindern ein gutes und gesundes neues Jahr 2018! Sicher wird dieses Jahr wieder viele Themen aufwerfen, die wir an dieser Stelle auch aufgreifen werden. Gerne können Sie uns auch Anregungen geben, wenn bestimmte Gebiete von Interesse sind. Herzliche Grüße und bis bald!

Fröhliche Weihnachten

Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern fröhliche Weihnachten, Tage der Ruhe und des Innehaltens, Tage, um wertvolle Zeit miteinander zu verbringen und zu genießen, Tage, um sich auf Wesentliches zu besinnen und Tage, um füreinander da zu sein. Herzliche Grüße und die besten Wünsche für Sie und Ihre Lieben! Ihre Kinderärzte mit Herz

Der Fehler – dein Freund und Helfer

Fragt man Erwachsene oder auch Kinder, was sie mit dem Wort „Fehler“ verbinden, so erhält man reihenweise negative Assoziationen, aber kaum jemand kann dem Fehler etwas Positives abgewinnen. Dabei steckt schon in dem Wort selbst eine positive Bedeutung – man muss es nur etwas umbauen: FEHLER FHELER HFELER HEFLER HELFER In vier kleinen Schritten – es wird jeweils nur ein einziger Buchstabe verschoben – wird aus dem Fehler ein Helfer. Schon viele Erfinder haben diese Erfahrung gemacht. So wurden z.B. der Herzschrittmacher, das Prinzip der Galvanisierung, Teflon oder auch Kartoffelchips nur dadurch entdeckt, dass bei der Herstellung eines anderen Produktes etwas schief gegangen ist. Wissenschaftler sind sich heute einig, dass auch Lernen nur mit Fehlern möglich ist. Dies hat schon Theodor Fontane erkannt, der äußerte: „Wer aufhört Fehler zu machen, lernt nichts mehr dazu.“ Doch zurück zu den vier kleinen Schritten. An dieser Stelle sollen – da sie einen großen und konfliktträchtigen Teil der Lebenswelt unserer Kinder ausmachen – die schulischen Leistungen ins Auge gefasst werden. Hier sind folgende Schritte wichtig, um den Fehler als …

Bereiten wir unsere Kinder gut auf die Zukunft vor?

Was sind die Fähigkeiten, die Kinder in der Zukunft wirklich brauchen werden, welche Berufsbilder und welche gesellschaftlichen Veränderungen werden sich bis zu ihrem Erwachsenenleben entwickeln? Was sollten wir ihnen mitgeben, um sie bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten. Solche Fragen scheinen mehr als wichtig, wenn man sich die dramatischen technischen, gesellschaftlichen und globalen Veränderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte ansieht. Wahrscheinlich werden unsere Kinder auf noch viel schnellere Veränderungen in immer kürzeren Zeitabschnitten reagieren müssen. Das Problem: wir können die Veränderungen, die die Zukunft bringen wird, derzeit wohl kaum wirklich umfassend abschätzen. Denke ich an meine Schulzeit zurück, wurden solche Überlegungen eher von wenigen Bildungspolitikern angestellt. Auch damals war es sicher nicht möglich, die Entwicklungen und Umwälzungen, die z. B. das Internet mit sich bringen würde, in ihrer Tragweite vorherzusehen, aber sicher wäre ein Heranführen an die Thematik sinnvoll gewesen. Und was lief dann an der Schule? Die echten Cracks versuchten sich an einfachsten Programmierungen an einem extrem einfachen Computermodell unter der Anleitung eines Mathelehrers. Ansonsten nahmen wir bis zum Erbrechen die Entwicklungen des Heiligen römischen …