Monate: September 2018

Hausaufgaben sind blöd!

Diesen Satz würden wohl die meisten Schüler unterschreiben. Selbst für die, die sehr gerne in die Schule gehen, sind Hausaufgaben eher ein notwendiges Übel als Spaß. Dementsprechend nützt es auch nichts, hier irgendetwas beschönigen zu wollen: Hausaufgaben gehen auf Kosten der Freizeit, die man nach Lust und Laune selbst gestalten kann. Wenn man sich dies als Eltern hausaufgabengeplagter Kinder klar macht, kann man verständnisvoller auf die Unlust reagieren und dadurch mehr erreichen, als wenn man gleich losschimpft oder sogar Strafen androht. Gleichzeitig muss man aber von Anfang an auch deutlich machen: „Ja, ich verstehe, dass du jetzt lieber spielen möchtest, aber die Erledigung der Hausaufgaben ist nicht verhandelbar!“ Am besten ist es dabei, die Hausaufgaben jeweils zu einer festgelegten Zeit (z.B. eine halbe Stunde nach dem Mittagessen) und an einem dafür vorgesehenen Platz ohne Ablenkungsmöglichkeiten zu erledigen. Sinnvoll ist es auch, die Hausaufgaben an einem Stück zu machen, da man das Kind ja sonst für jede Teilaufgabe erneut an den Schreibtisch locken muss, was von Mal zu Mal schwerer wird, da die beliebtere Freizeitbeschäftigung immer …

Fall der Woche: Jenny (14) kippt um – 7 Warnsignale

Jenny ist 14. Eines Morgens um kurz nach 6 ist sie noch im Halbschlaf, als sie ins Badezimmer schleicht, um sich für die Schule fertig zu machen. Dann wird ihr schwarz vor Augen und sie kippt um. Sie ist offensichtlich für einen Augenblick bewusstlos und „erwacht“ am Boden des Badezimmers. Was ist passiert? Sie ist unklar bewusstlos geworden. Man nennt das Synkope. Darf man das als normal abtun? Oder braucht es eine ärztliche Behandlung? Normal ist es nicht, aber zumindest häufig. 15% aller Kinder und Jugendlichen erleiden wenigstens einmal eine solche Synkope. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungs. Einige erleben das auch öfters. Die häufigste Ursache ist ein Kreislaufkollaps. Medizinisch heißt das dann Reflexsynkope, weil der Kreislauf nicht der Situation entsprechend reagiert. Ich empfehle trotz der weiten Verbreitung nach einer Synkope zum Arzt zu gehen. Es gibt neben der häufigen Reflexsynkope auch andere, seltenere, aber gefährlichere Ursachen. Herzrhythmusstörungen etwa, oder Krampfanfälle des Gehirns. Welche Symptome sind absolute Warnsignale (die eine sofortige Behandlung erfordern)? eine Synkope unter dem Alter von 10 Jahren eine Synkope bei körperlicher …

Angst vor dem Schulstart

Trotz eines etwas mulmigen Gefühls freuen sich die meisten Kinder auf ihren ersten Schultag. Bei einigen überwiegt jedoch die Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Dies sollte man als Eltern unbedingt ernst nehmen und nicht lapidar mit der Bemerkung abtun, dass doch alle anderen es auch schaffen. So besteht nämlich die große Gefahr, dass der Gang zur Schule vom ersten Tag an angstbesetzt ist. Aber was kann man dagegen tun? Zunächst darf man sich nicht von dem an Schultüren weit verbreiteten Schild „Ab hier schaffe ich es alleine!“ abschrecken lassen. Vielmehr sollte man bereits vor dem ersten Schultag das Gespräch mit der Lehrkraft suchen, um gemeinsam zu überlegen, wie es geregelt werden kann, dass das Kind den Weg von der Schul- zur Klassenzimmertür zunächst eben nicht alleine antreten muss, sondern von einer Bezugsperson an eine andere – wenn auch neue – “ übergeben“ werden kann. Beispielsweise bringt ein Elternteil das Kind zur Klassenzimmertür, wo es die Lehrkraft empfängt und mit ins Klassenzimmer nimmt. Wichtig ist hierbei, dass man sich als Elternteil nicht auf ein großes …

Wir wünschen einen guten Schulstart!

Der Kinderarztblog wünscht allen Kindern und Jugendlichen einen superguten Start ins neue Schuljahr. Viel Freude, Spaß und Erfolg beim Lernen und – bei aller Wichtigkeit der Schule – auch Zeit für Hobbies und Entspannung! Auch für die Eltern. Und ganz besonders allen Erstklässlern einen wunderschönen Tag, den Ihr mit Euren Eltern, Freunden und Verwandten so richtig feiert!

Tipp der Woche – die Kinderoper und ein Filmtipp

In Bayreuth sind gerade die Wagner Festspiele zu Ende gegangen. Ein wunderbares Opernfestival, sagen die einen. Recht schwieriger Stoff, sagen die anderen. Für Kinder ist die Tiefe der Opern in der Tat nicht gut zu durchdringen. ABER!!! Urenkelin Katharina Wagner und Festspiel-Chefin hat sich hier etwas einfallen lassen. Dieses Jahr bereits zum zehnten Mal wurde am Festspielhügel eine Kinderoper aufgeführt – zum Jubiläum genau genommen sogar vier Opern. Nämlich alle 4 Opern des Ringes des Nibelungen im Schnelldurchlauf. Und durchaus kindgerecht. Eine wunderbare Heranführung der Kleinen an Musik, Theater und Kultur. Und nun der Tipp! Beziehungsweise genau genommen drei Tipps: Nächstes Jahr rechtzeitig Karten bestellen – über die Seite der Bayreuther Festspiele! Auch Erwachsene dürfen mit! Ich war auch. Wer meine Beschreibung lesen möchte – man findet sie hier unter klassik-begeistert.de Wer danach Lust bekommen hat, und vielleicht noch ein hochwertiges Geschenk sucht, es gibt die DVD der Kinderoper kurzfristig im Handel. Viel Spaß!