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Buchtipp – Inke Hummel: Der Mönkel (Band 1 & 2)

Der Mönkel ist eigentlich ein ganz normales Kind. Doch wenn er am Wochenende mit seiner Mama durch die Natur stromert, ist nichts mehr normal. Im Band 1 “Mönkel und der geheimnisvolle Turm” werden die beiden zu Geheimagenten und müssen ein Abenteuer mit morschen Bäumen, ollen Matratzen und gruseligen Dachsen bestehen. Werden sie es schaffen, ihren Auftrag zu erledigen? Und welches Geheimnis birgt der baufällige Turm? Es ist wirklich ein Kinderbuch voller Spannung, Spaß und Herz,  zum Vor- oder Selbstlesen – geeignet für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren. Und obendrein ist die Autorin Inke Hummel Pädagogin und arbeitet selbständig als Familienbegleiterin bei „sAchtsam Hummel“. Einen erhobenen Zeigefinger konnte ich nicht entdecken. Franziska Karagür ist die geniale Illustratorin. Und wer ein Weihnachtsgeschenk sucht, der kann sich nun bereits den zweiten Band sichern, der gerade eben ganz frisch erschienen ist. Aus der Beschreibung der Autorin: “…wenn Mönkel am Wochenende mit seiner Mama durch die Natur stromert, ist nichts mehr normal. Dann werden die beiden zu Geheimagenten und müssen ein Abenteuer mit Hundehaufen, dem Kater Kriechbaum, einem goldenen …

Babyjahre und Kinderjahre – zum Tod von Professor Reno H. Largo

Wer sich für kindliche Entwicklung interessiert, der kommt an Reno Largo nicht vorbei. Als Kinderarzt und Professor für kindliche Entwicklung und Wachstum hat er sich große Verdienste in der Forschung erworben. Aber vor allem hat er sich immer bemüht, den Laien, vor allen den Eltern, transparent zu machen, dass Entwicklung eine große Bandbreite hat. Nicht alles, was nicht schnell und vermeintlich problemlos läuft, ist deshalb krank. Interessierten sind sicher seine Bücher „Babyjahre“ und „Kinderjahre“ bekannt, die auch heute noch aktuell sind. Professor Largo ist leider am 11. November im Alter von 76 Jahren verstorben. Sein Name wird mir in Erinnerung bleiben, wenn es um kindliche Entwicklung geht. Und vor allem, wenn es darum geht, Kindern ein ruhiges Umfeld ohne Leistungsdruck zu schaffen, so dass Entwicklung natürlich verlaufen kann. Ein großes Vermächtnis.     __________________________________________________ Foto: Wikipedia. Unter der Creative Commons-Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

COVID19 – und die Schulen

Eltern haben sich bei Elternabenden und in Umfragen mit überzeugender Mehrheit dafür ausgesprochen: Schulen sollten offen bleiben. Insbesondere Grundschulen. Und jetzt gibt es Diskussion, ob die Ansteckungsfähigkeit nicht doch zu groß ist in geschlossenen Räumen. Und wie man mit den Familien außenherum umgeht. Aber es gibt gute Gründe für eine Fortsetzung des Schulunterrichts. Zunächst aus infektiologischer Sicht: Eine größerer Pandemie-Treiber (Stichwort: Superspreader) ist durch Kinder im Grundschulalter noch nicht bekannt geworden Kinder haben auch bei SARS-CoV2-Infektion in der Regel milde Verläufe. Selbst für herzkranke Kinder oder bei Asthmatikern wird in sehr seltenen Ausnahmen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf angenommen. Für diese Kinder braucht es Einzelfallregelungen. Was wir in unseren Praxen auch tun. Antikörperuntersuchungen zeigen, dass Kinder schon viel häufiger (in einer Bayerischen Studie) eine SARS-CoV2-Infektion still durchgemacht haben als das bisher bekannt war Und aus sozialer und psychologischer Sicht: Kinder brauchen für eine normale Entwicklung Ihrer Fähigkeiten ein gutes Umfeld, das sie anregt. Bewegung. Kommunikation. Online-Unterricht reicht da nicht aus. Kinder brauchen Bildung. Bei online- oder Heimunterricht hängt der Erwerb von Wissen und …

Zitat der Woche

Putzen, wenn Kinder im Haus sind, ist wie Zähneputzen, während man ein Nutellabrot isst. Unbekannter Verfasser Stimmt, hab ich schon oft ausprobiert, das mit dem Putzen natürlich. Es gibt auch keinen Ort im Weltall, an dem Materie sich so schnell verteilt wie ein Kinderzimmer! Sehen wir es trotzdem möglichst mit Gelassenheit! 😉

Die großen Belastungen für die Familien durch Corona

Homeschooling, Homeoffice, Kurzarbeit, Existenzängste und Kinder ohne gewohnte Struktur oder normalen Tagesplan: Die Belastungen, die Familien geschultert haben und schultern, sind enorm. Dies wird auch durch Studien erfasst und klar belegt. Es handelt sich also eben nicht um Gejammer auf hohem Niveau! Mehr als 11,1 Millionen Kinder und Jugendliche waren in Deutschland von der Schließung der KiTas und Schulen betroffen. Damit auch 6,5 Millionen Elternpaare und knapp 1,5 Millionen Alleinerziehende. Zur Erinnerung: Die Einwohnerzahl der Bundesrepublik beträgt rund 83 Millionen. Natürlich ist das Ausmaß der Belastung abhängig von der jeweiligen Situation der Familien wie Wohnraumgröße, Einkommen etc.. Die langfristigen Folgen der Krise sind derzeit nicht absehbar und auch abhängig von den politischen Entscheidungen der nächsten Wochen und Monate. Gerade auch mit Blick auf die zweite Erkrankungswelle, die im Herbst erwartet wird und für die nun die Weichen gestellt werden müssen. Wie wird der Besuch von KiTas und Schulen für Kinder mit leichten Infekten geregelt? Werden die Eltern in Zukunft für die Betreuung kranker Kinder mehr als 10 Tage zugestanden bekommen? Wie wird die Arbeitswelt sich …

Es gibt besonders bewundernswerte Familien!

Hut ab, was manche Familien schultern. Nach der Sprechstunde geht es noch los zu einem Hausbesuch. Die Familie wohnt in einem kleinen Dorf auf dem Land. Unsere kleine Patientin, wir nennen sie an dieser Stelle einmal Klara, ist ein schwer krankes Mädchen, muss beatmet werden und braucht rund um die Uhr medizinische und pflegerische Betreuung. Die Eltern kümmern sich liebe- und aufopferungsvoll um ihre Tochter, ein Pflegedienst unterstützt sie nachts. Klara muss oft abgesaugt werden, hat oft Schmerzen, Krampfanfälle treten fast täglich auf. Häufige Klinikaufenthalte bestimmen den Alltag ebenso wie auch viel Bürokratie und Korrespondenz mit der Krankenkasse. Oft werden die Kosten für Hilfsmittel nicht übernommen, steriles Wasser (notwendig für das Beatmungsgerät) ist zum Beispiel schon ein Problem. Bei den Therapien stehen die Eltern vor dem Problem, dass längst nicht alle Therapeuten bereit sind, die Fahrten für Hausbesuche auf sich zu nehmen. Und dennoch: keine Verbitterung ist zu spüren! Bewundernswert meistern Klaras Eltern jeden Tag, mit allen Hochs und Tiefs. Klaras große Schwester kommt auch zu ihrem Recht und es wird auch viel gelacht in …