Autor: Dr. Stefan Schwarz

Leute, bitte, nun lasst Euch endlich impfen!

Ich muss den Appell loswerden: bitte lassen Sie sich impfen! Von der Politik wird nun eine Impfpflicht ins Auge gefasst. Aber musste es soweit kommen? Die Fakten der Pandemie sind doch bereits lange eindeutige. Wir haben deutschlandweit nun über 100.000 Coronatote. Weltweit sind es 5,2 Millionen Coronatote laut Johns Hopkins Universität. Wir erleben eine beispiellose 4. Welle. Die Krankenhäuser sind voll, Patienten müssen verlegt werden, weil sie nicht mehr versorgt werden können. Das Leid ist unermesslich. Und das weltweit! Als Kinderarzt möchte ich insbesondere einen Aspekt noch hinzufügen: Corona selbst, die unumgänglichen Einschränkungen und deren Folgen sind ganz besonders für Kinder und Jugendliche ein riesiges Problem. Wo ist die Normalität der Kinder und Jugendlichen? Es geht den Kids in vielerlei Hinsicht schlecht. Das belegen entsprechende Daten. Sind wir Erwachsene nicht in der Pflicht, es schnellstmöglich für die Kinder und Jugendlichen leichter zu machen? Und dennoch müssen wir über das Tragen von Masken, Einschränkungen oder eben Impfungen diskutieren! Ich bin für Pluralität und achte grundsätzlich andere Meinungen, dennoch würde ich nun angesichts der hohen Fallzahlen doch …

med4kidz startet bald!

Der Start von med4kidz im Januar 2022 rückt näher. Der Umbau und allen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Termine könnt Ihr bereits jetzt schon über die bisherigen Praxen Hofner/Schwarz, Franke-Augustin und Leykauf vereinbaren! Wir freuen uns schon sehr, unsere Patienten in den neuen Räumen in der Alten Spinnerei in Bayreuth gemeinsam begrüßen zu können! Wie gewohnt persönlich und kompetent!

Depressionen bei meinem Kind – wie merke ich das?

Depressionen – kann mein Kind das haben? Diese Frage, in der sich die Angst der Eltern ausdrückt, hören wir öfters. Depressionen bei Kindern sind nicht so selten. 1% der Vorschulkinder, 2% der Grundschulkinder und 3-10% der 12-17jährigen sind etwa betroffen. Es ist äußerst wichtig, Warnhinweise zu erkennen, um handeln zu können. Symptome einer Depression bei Kindern können sein: * Traurigkeit; aber Vorsicht, auch ein depressives Kind lacht einmal * Reizbarkeit * Interesse an gewohnten Aktivitäten geht verloren * Rückzug von Freunden oder sozialen Kontakten / Aktivitäten * Kein Empfinden von Freude * Das Gefühl, nicht geliebt, abgelehnt oder wertlos zu sein * Energielosigkeit und Müdigkeit * Schlafstörungen, Albträume oder dauerndes Schlafen Wenn Eltern an Depressionen bei ihrem Kind denken, sollten sie das Gespräch mit ihrem Kind suchen und einen Plan entwerfen, was zu tun ist. Seien Sie offen und nicht gekränkt, wenn das Kind sich ablehnend zeigt. Lassen Sie sich beraten, zum Beispiel von entsprechenden Beratungsstellen, Ambulanzen, Notfalltelefonen, Kinderärzten, Psychologen oder Psychiatern. Und scheuen Sie sich nicht, in die Klinik zu gehen, wenn es Ihrem …

Magersucht bei meinem Kind – wie erkenne ich das?

Magersucht bei meinem Kind? Wenn man diesen Verdacht hat, was sind denn tatsächlich ernstzunehmende Hinweise? Magersucht ist leider nicht so selten. Von 1000 Mädchen sind es in etwa 14, die an Anorexie erkranken, demgegenüber sind es nur 2 von 1000 Jungs. Während der Corona-Pandemie hat man eine Zunahme von Essstörungen insgesamt gesehen. Was sollte Eltern daran denken lassen, dass bei ihrem Kind oder Jugendlichen eine Magersucht vorliegt? * Auffallender Gewichtsverlust. Die starke Gewichtsabnahme ist mit das wichtigste Alarmsignal. * In Folge entwickelt sich ein Untergewicht, das für die Körperlänge und das Alter nicht mehr normal ist. * Die Patienten haben ein verzerrtes Körperbild. Selbst wenn sie bereits Untergewicht haben, sehen sie sich als zu dick an. * Die Betroffenen beschäftigen sich ständig mit dem eigenen Gewicht. * Ein kontrollieren ständig ne oft mehrfach täglich das eigene Gewicht, ebenso Essmengen. * Hungern ist bei Magersüchtigen quasi der Dauerzustand. * Sie sind oft überdurchschnittlich leistungsorientiert. * Die Patienten leiden unter Stimmungsschwankungen und Depressionen. Bei solchen Anzeichen ist dringend Hilfe nötig. Ein Problem ist die geringe oder fehlende …

Wir werden med4kidz!

Unsere Praxis in Bayreuth zieht um! Und wird etwas größer! Aber Dein Arzt bleibt wie gewohnt Dein persönlicher Ansprechpartner! Unter dem Namen med4kidz werden wir ab Januar 2022 in den neuen, freundlichen Räumen in der Alten Spinnerei in Bayreuth für unsere Patienten weiterhin persönlich und mit gewohnter Qualität da sein! Die Praxen von Dr. Franke-Augustin und Karin Leykauf werden mit dabei sein. Denn gemeinsam können wir unseren Patienten noch mehr Leistung und Service bieten. Unser Angebot wird noch etwas umfangreicher. Zum Beispiel mit Spezialsprechstunden und einer Notfallsprechstunde am Samstag! Weiterhin bleibt uns allen aber die enge, persönliche Arzt-Patienten-Beziehung ein Herzensanliegen! Termine für 2022 (auch für Vorsorgen von Babies, die noch nicht geboren sind) können bereits jetzt über die bisherigen Telefonnummern der Praxen Hofner/Schwarz, Franke-Augustin und Leykauf vereinbart werden! Wir freuen uns schon sehr auf Euch, die Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern bei med4kidz!

Schöne Ferien!

Die Kinderärzte wünschen Ihnen und Ihren Kindern schöne Ferien! Was haben die Kinder und Jugendlichen und Sie in den zurückliegenden Monaten geleistet! Lassen Sie uns anerkennen, dass die Kids die Coronazeit wirklich bewundernswert gemeistert und – man muss es deutlich sagen – einen hohen Preis bezahlt haben. Homeschooling, Verzicht auf Normalität, Freunde, Hobbies oder Sport auf der einen Seite, aber auch handfeste Folgen wie psychische Erkrankungen auf der anderen Seite lassen sich auf den Lockdown zurückführen. Und nun liegt im Herbst noch einiges vor uns, ja, die nächste Welle zeichnet sich bereits ab! Zeit, um durchzuatmen und Kraft zu tanken! Erholen Sie sich gut, genießen Sie die gemeinsame Zeit, lachen und leben Sie nach diesen herausfordernden Monaten. Lassen Sie die Sorgen wenigstens einmal kurze Zeit hinter sich! Auch wir verabschieden uns in die Sommerpause und sind im September wieder an dieser Stelle am Start! Eine gute Zeit!

Was ist denn ein Hüftschnupfen?

Anton ist 4 Jahre und humpelt seit dem Mittag. Er hatte morgens schon kurz geklagt, war dann aber normal in den Kindergarten gelaufen. Nun kommt er nur langsam die Treppe hoch. Er hatte keinen Sturz, zeigt aber auf sein Knie. Da tut es weh. An dem Knie kann die Mama jedoch nichts sehen. Auch der am Nachmittag hinzugezogene Kinderarzt nicht. Ihm fällt aber die Bewegungseinschränkung in der Hüfte auf. Ein Ultraschall bringt schnell Gewissheit, im Hüftgelenk ist ein Erguß. Anton hat einen Hüftschnupfen. “Einen was?” ist seine Mama versucht zu fragen, “nie gehört!” Tatsächlich ist das gar nicht so selten, aber relativ harmlos: infolge eines banalen, manchmal sogar unbemerkten Infektes kommt es nach einigen Tagen zu einer immunologischen Mitreaktion des Hüftgelenks mit Entzündung und Erguß. Hochdosiertes Ibuprofen zur Entzündungshemmung und Schmerztherapie, Ruhe und Entlastung bringt meist recht rasch die Besserung. Schwierig ist leider nur, die Kinder am Herumlaufen zu hindern, da mit dem Medikament die Schmerzen ja viel besser sind. So muß Antons Mama erfinderisch sein: Malen, Vorlesen, Basteln, Hörbuch hören und auch einmal eine …

Bauklötze und Mathematik

Haben Bauklötze im Kinderzimmer etwas mit der späteren Mathenote zu tun? Nun, wenn die Frage schon so gestellt wird… Ja! In einer Studie der Uni Basel konnte gezeigt werden, dass es einen Zusammenhang zwischen der räumlichen Vorstellung mit 3Jahren und den späteren mathematischen Fähigkeiten innerhalb Grundschule gibt. Darum sollten Kinder Spielzeug haben, das die räumliche Vorstellung fördert. Auch mit dem Sprachgebrauch im Alltag lässt sich das mathematische Verständnis fördern, indem immer wieder räumliche Beziehungen bewusst dargestellt werden („Das ist größer/kleiner/über/unter/hinter… usw.). Vielleicht steckt in der Auswahl der Spielsachen auch eine Erklärung für Geschlechterunterschiede: Jungs bekommen tendenziell mehr Spielsachen, die räumliches Denken fördern, Mädchen solches, das soziale Fähigkeiten anspricht! Zusammenfassend sind die Daten der Uni Basel ein Plädoyer für den guten, alten Bauklotz im Kinderzimmer!

Nein, Herr Spahn!

Wie wird es im Herbst für unsere Kinder und Jugendlichen angesichts der Corona-Pandemie weitergehen? Diese Frage treibt Eltern, Lehrer und natürlich auch die Jugendlichen selbst um. Und es gibt keine klare Antwort auf diese zugegebenermaßen schwierige Frage. Richtig – niemand kann den weiteren Verlauf der Pandemie letztlich vorhersagen. Wie werden sich die Zahlen entwickeln, wie groß werden die Probleme durch die Deltavariante sein, wie weit wird die Impfkampagne gekommen sein und was sich hier alles an derzeit nicht zu beantwortenden Fragen auftut. Eines ist aber ebenfalls klar: die psychosoziale Situation der Kinder und Jugendlichen ist bereits jetzt besorgniserregend. Darauf ist auch in den Medien und von der Politik aufgrund verschiedener Untersuchungen inzwischen mehrfach hingewiesen worden. Und das sehen auch wir im Alltag der Praxistätigkeit. Ich sehe als Kinder- und Jugendarzt hier definitiv die Gesellschaft und die Politik in der Verantwortung, bis zum Herbst sinnvolle, tragfähige Lösungen zu erarbeiten! Kürzlich zog Gesundheitsminister Spahn den Distanzunterricht im kommenden Herbst ernsthaft in Betracht! Das ist in meinen Augen kein akzeptabler Vorschlag! Die junge Generation hat 1 1/2 Jahre …