Autor: Dr. Stefan Schwarz

Einen guten Schulstart!

Heute geht es in Bayern wieder ins neue Schuljahr. Dafür allen Schülern und ihren Eltern die besten Wünsche! Und gerade für die Erstklässler: feiern Sie diesen besonderen Tag mit Ihren Kindern! Das Schuljahr beginnt wie keines vorher – Corona hat alles verändert. Kinder brauchen dennoch größtmögliche Normalität. Darum sollten wir die normalen Aspekte betonen, trotz Mundschutz und Abstandsregel und was sonst auch immer alles nötig ist derzeit. Machen wir für die Kinder das Beste daraus. Darum: einen guten Start in den Schulalltag, trotz Corona!

Zitat der Woche

Putzen, wenn Kinder im Haus sind, ist wie Zähneputzen, während man ein Nutellabrot isst. Unbekannter Verfasser Stimmt, hab ich schon oft ausprobiert, das mit dem Putzen natürlich. Es gibt auch keinen Ort im Weltall, an dem Materie sich so schnell verteilt wie ein Kinderzimmer! Sehen wir es trotzdem möglichst mit Gelassenheit! 😉

Die großen Belastungen für die Familien durch Corona

Homeschooling, Homeoffice, Kurzarbeit, Existenzängste und Kinder ohne gewohnte Struktur oder normalen Tagesplan: Die Belastungen, die Familien geschultert haben und schultern, sind enorm. Dies wird auch durch Studien erfasst und klar belegt. Es handelt sich also eben nicht um Gejammer auf hohem Niveau! Mehr als 11,1 Millionen Kinder und Jugendliche waren in Deutschland von der Schließung der KiTas und Schulen betroffen. Damit auch 6,5 Millionen Elternpaare und knapp 1,5 Millionen Alleinerziehende. Zur Erinnerung: Die Einwohnerzahl der Bundesrepublik beträgt rund 83 Millionen. Natürlich ist das Ausmaß der Belastung abhängig von der jeweiligen Situation der Familien wie Wohnraumgröße, Einkommen etc.. Die langfristigen Folgen der Krise sind derzeit nicht absehbar und auch abhängig von den politischen Entscheidungen der nächsten Wochen und Monate. Gerade auch mit Blick auf die zweite Erkrankungswelle, die im Herbst erwartet wird und für die nun die Weichen gestellt werden müssen. Wie wird der Besuch von KiTas und Schulen für Kinder mit leichten Infekten geregelt? Werden die Eltern in Zukunft für die Betreuung kranker Kinder mehr als 10 Tage zugestanden bekommen? Wie wird die Arbeitswelt sich …

Schöne Sommerferien

Es ist alles anders in 2020, auch der Start in die Sommerferien fühlt sich nach der langen Zeit mit Homeschooling bzw. eingeschränktem Schulbesuch nicht an wie sonst. Für einige Kids war es eine Zeit, in der schulisch weniger Aufwand betrieben wurde als unter Normalbedingungen. Sie haben dann vielleicht im neuen Schuljahr einen Berg zu bewältigen, für den sie Kraft brauchen. Und für andere war das Gegenteil der Fall. Sie müssen durchatmen. Und alle Kids brauchen größtmögliche Normalität, soweit das unter Coronabedingungen möglich ist. Denn wir sehen an den psychosomatischen Problemen aktuell in der Sprechstunde, wie sehr die Pandemie und ihre Auswirkungen die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien belastet haben und belasten. Darum sollen und müssen die Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern nun auch einmal Ferien haben, das gehört auch zur Normalität, die sie brauchen. Genießen Sie darum die Zeit, es gibt viele schöne Orte – auch in Deutschland – an denen Sie besondere Tage erleben werden und die es wert sind, besucht zu werden. Viele Familien haben die an sich geplanten Ferien im Ausland …

Information

Liebe Leser, wohl aufgrund eines updates kann es heute sein, daß sie beim Aufrufen des Kinderarztblogs mit einer Warnung bzgl. des SSL-Zertifikates konfrontiert werden. Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten. Wir arbeiten an der Lösung des Problems, damit Sie bald wieder ohne Probleme unseren Blog lesen können. Einen schönen Tag!

Barfußlaufen ist gesund!

Der Sommer naht – und der kleine Noah will gerne barfuß laufen. Er lacht, freut sich über die kitzelnden Grashalme, über die er viel lieber geht als über den pieksigen Kiesweg. Ist Barfußlaufen gut? Aber unbedingt! Der feste Kinderschuh mit dem guten Fußbett hat nämlich einen Nachteil: er stellt den Kinderfuß sozusagen ruhig. Die Fußmuskeln müssen beim Barfußlaufen arbeiten, zum Beispiel kleinere Bodenunebenheiten ausgleichen. Das Fußgewölbe wird gestärkt. Zudem werden ohne Schuhe die Nerven der Fußsohlen stimuliert, was die Entwicklung des Nervensystems und des Gehirns fördert. Daraus kann man auch ein Spiel machen. Lassen Sie Ihr Kind einmal mit den Füßen Gegenstände abtasten und erraten oder kleinere Gegenstände mit den Zehen greifen und aufheben. Oder besuchen Sie einmal mit den Kindern einen Barfußpfad: wer erkennt Sand, Moos, Steine, Tannenzapfen oder Schotter mit den Füßen? Und schon trainiert der Kinderfuß Hinspüren, Kraft und Koordination. Natürlich sollte man beim Barfußlaufen darauf achten, dass die Kinder nicht durch herumliegende Glasscherben oder Ähnliches verletzt werden können. Und auch der Tetanusschutz ist wichtig. Und noch eine Möglichkeit ist erwähnenswert: der …

Wir brauchen einen alltagstauglichen Algorithmus im Umgang mit Corona

Diese Situation erleben wir derzeit nicht selten: Ein Kind hat ein (scheinbares) gesundheitliches Problem und Kindergärten oder Schule schlagen aus Angst vor Corona Alarm. Eventuell ganz umsonst! Die Leidtragenden sind zunächst die Kinder und ihre Eltern. Aber die Beschäftigten in Kindergärten und Schulen sind es auch! Dabei kann man den Kindergärten und Schulen gar keinen Vorwurf machen: Zu groß sind die Unsicherheit, die Angst und die Unklarheit hinsichtlich des Umgangs mit Corona. Zu gering unser Wissen über das Virus. Dennoch plädieren wir für einen möglichst rationalen Umgang mit der Seuche. Es macht beispielsweise keinen Sinn, dass sich Kinder solange die Hände desinfizieren müssen, bis die Haut rot, rissig und blutig ist. Es macht auch keinen Sinn, Kinder mit Dellwarzen nach Hause zu schicken, weil es ja einen Zusammenhang zu Corona geben könnte. Und nur eine laufende Nase ist ebenfalls keine Erkrankung oder ein Symptom, das isoliert eine Coronainfektion wahrscheinlich macht. Nur drei Beispiele aus der Sprechstunde. Ein Pädagoge muss und soll keine Krankheiten diagnostizieren. Aber ein rationaler und möglichst einheitlicher Umgang wird dennoch immer wichtiger. …