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Stopp der Kurzsichtigkeit

Weltweit gibt es immer mehr kurzsichtige Kinder. Dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist ein wichtiges Ziel, da stark kurzsichtige Menschen doch ein erhöhtes Risiko haben, grünen oder grauen Star oder auch Netzhautablösungen zu entwickeln.

Die Berichte über die Zunahme der kindlichen Kurzsichtigkeit kommen aus Asien, den USA, aber auch aus Deutschland. Je früher die Entwicklung beginnt, desto stärker ist sie am Ende des Jugendalters. Doch wie kann man dem entgegenwirken? Es gibt Berichte über positive Effekte einer Behandlung mit Atropin-Augentropfen, die als Wirkstoff das Gift der Tollkirsche enthalten. Die Kinder hatten außer etwas erweiterten Pupillen keine bedeutenden Nebenwirkungen. Allerdings sprechen 10-20% der Kinder nicht auf diese Therapie an. Auch eine differenzierte Brillenbehandlung kann bremsend auf die Entwicklung der Kurzsichtigkeit wirken.

Damit die Kurzsichtigkeit aber gar nicht erst entsteht, raten Augenärzte zu einem Leseabstand von mindestens 30 Zentimetern und dazu, dass sich die Kinder mindestens 2 Stunden täglich im Freien aufhalten.

Kategorie: Medizin

von

Dr. Stefan Schwarz

Dr. Stefan Schwarz ging in Augsburg zur Schule. Er machte nach dem Zivildienst eine Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger. Das Studium schloss er in München ab. Nach der Ausbildung in verschiedenen, renommierten Kinderkliniken arbeitet er als niedergelassener Kinderarzt. Dr. Schwarz ist Vater von 4 aufgeweckten Kindern und kennt den Alltag, die Freuden und die Sorgen von Familien dadurch sehr gut.

4 Kommentare

  1. Silke sagt

    Die Aussage unseres Augenarzt dazu: “Ich mache das gesunde kurzsichtige Kind doch nicht zum Patienten (mit Atropin).” Und somit schreitet die Kurzsichtigkeit weiter voran. 4 dioptrien mit 10 Jahren.

    • Dr. Stefan Schwarz

      Dies tut mir leid für ihren Sohn! Allerdings diskutieren die Experten tatsächlich noch, ob diese Therapieoption in Zukunft breiter angewendet wird. Eine allgemeine Empfehlung gibt es meinem Kenntnisstand noch nicht.

  2. Kaschig, Bernd sagt

    Bitte den Hauptgrund der Augapfelverlängerung nicht unter den Tisch fallen lassen(LVZ vom 21.3.20) denn es ist der gravierende Unterschied von 250 bis 500Lux in Räumen wo sich die meisten Kinder heutzutage und besonders in Asien aufhalten und von 10000 bis 15000Lux Sonnenlicht. Wieder ist es Taiwan das durch die Verordnung die Schüler in den Pausen nach Draußen zu schicken den Trend umgekehrt hat.
    Übrigens hat die Evolution einige Beispiele wo fehlendes Licht die Augen ganz verkümmern ließ.

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