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Drück mich, ich bin ein Kaktus!

Das kennen alle Eltern von pubertierenden Jugendlichen: es gibt Zoff, das Pubertier weiß alles, kann alles, ist stachelig wie ein Kaktus und ist generell plötzlich ganz anders, als das Kind, das man kannte. Die Stimmungen wechseln mindestens sekündlich. Und die Eltern, die sind wegen der ewigen Diskussionen oft erschöpft. Und nun? Das Gehirn in der Pubertät ist in einem Ausnahmezustand. Da muss sich der Jugendliche erst mal zurechtfinden. Schon eine große Leistung. Nicht zu reden von den Anforderungen in Schule oder Ausbildung. Was die Jugendlichen trotz ihrer Verwandlung in Kakteen in dieser sensiblen Phase brauchen ist Rückhalt, Zuneigung, Respekt und Begleitung. Wobei die Eltern eben immer mehr in den Hintergrund treten müssen und die Jugendlichen „machen lassen“ müssen. Puh, das kostet Kraft. Und nicht immer ist der Ton der Jugendlichen angebracht, sie provozieren und schlagen über die Stränge. Die Eltern nervt das natürlich auch und sie sind manchmal mürbe. Und im Prinzip sagen die Pubertiere: „Drück mich, ich bin ein Kaktus!“ Sie wollen und brauchen bedingungslose Zuneigung und Rückhalt. Die Antwort „Komm her, ich drück …