Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fieberkrampf

Fieberkrampf – was ist da los?

Kinder fiebern oft und teilweise hoch. Das Fieber ist dabei ein Zeichen des Immunsystems und somit eigentlich kein Problem. Allerdings kann das Fieber selbst Symptome auslösen, wie etwa Fantasieren oder Schüttelfrost (beim Auffiebern). Fieber ist meist nicht gleichmäßig stark, sondern hat Schwankungen. Diese haben mit der Tageszeit zu tun (morgens eher niedrigere Temperaturen) und mit dem Auslöser. Bestimmte Keime haben zum Beispiel typische Fieberverläufe. Am häufigsten fiebern Kleinkinder – und zwar bei Virusinfektionen. Denn das Immunsystem muss diese Viren erst einmal kennenlernen und sich mit ihnen auseinander setzen. Dann beginnt es zu arbeiten – und das Kind fiebert. Fieber muss nicht zwingend gesenkt werden, solange Ihr Kind gut trinkt und die Ursache des Fiebers nicht unklar oder gefährlich ist. Zu hohes Fieber gibt es nämlich eigentlich nicht, jedenfalls nicht im Sinne von einer Zersetzung der Organe. Denn der Körper selbst macht ja das Fieber. Eine besondere Situation liegt bei Fieberkrämpfen vor. Hier kommt es vor allem bei sehr schnellem Temperaturanstieg zur Auslösung eines richtigen epileptischen Krampfanfalls im Gehirn. Das darf auch nicht mit Schüttelfrost verwechselt …

Was sollte ich vor, bei und nach Impfungen (meines Kindes) beachten?

Impfungen sind sicher und effektiv. Vielleicht die effektivsten Medikamente überhaupt. Daran gibt es wenig begründete Zweifel. Aber was sollte an Impftagen und danach dennoch beachtet werden? Was sollte am  Impftag beachtet werden? Allgemein sollte nicht in einen Infekt hineingeimpft werden, der bereits das Immunsystem, das ja immer im Ruhemodus im Hintergrund mitläuft, aufgeweckt hat. Das bedeutet – Impfung verschieben, wenn Fieber oder merkbares Krankheitsgefühl vorhanden sind. An Impftagen dürfen Sie Ihr Kind beobachten. Es wird vielleicht für maximal 48 Stunden etwas matter sein – so wie wenn ein leichter Schnupfen vorbeizieht. Bei Lebendimpfungen tritt dies mit einer Verzögerung von 5 bis 8 Tagen ein. Wenn es matter ist, schont sich das Kind automatisch selbst etwas. Wenn es sich nicht schont, dann müssen Sie es auch nicht in das Bett oder auf das Sofa zwingen. Allerdings sollten umgekehrt auch keine ungewohnten Anstrengungen stattfinden, kein intensives Sportprogramm, keine Bergtour, etc. Auch ungewohnte Hitze und starke Sonneneinwirkung ist zu vermeiden, weil dann der Impfstoff zu schnell aus dem Depot im Arm abgebaut wird. Wählen Sie für den Impftag …

Was ist Fieber? Und warum ich für eine neue Fieberkultur eintrete…

Es ist wieder Grippesaison. Und da häufen sich wie jedes Jahr im Februar und März die Fälle von Fieberkindern. Fieber erschreckt die Eltern. Denn das Kind ist matt und mitgenommen. Und plötzlich spuken im elterlichen Kopf Begriffe wie „Fieberkrampf“, „Überfieberung“, „Fieberschock“…. Um es vorwegzunehmen. Fieber wird vom eigenen Immunsystem „gemacht“. Es ist eine Begleitreaktion der Entzündungs- und Abwehrphase, die das eigene Immunsystem erzeugt. Eine „Überfieberung“ gibt es deshalb nicht (außer bei bestimmten Narkosemedikamenten). Krampfanfälle bei Fieber („Fieberkrämpfe“) gibt es schon. Aber auch diese hinterlassen bei ansonsten gesunden Kindern keine Schäden. Sie treten am häufigsten beim raschen Auffiebern oder Wiederauffiebern (nach starken Fiebersenkern) auf. Vielleicht muss der Erreger behandelt werden, der zu Fieber führt. Das Fieber selbst muss aber im Allgemeinen nicht behandelt werden. Der Griff zu Ibuprofen oder Paracetamol kann sogar – wegen des Fieber-JoJo-Effekts – das Risiko für Fieberkrampfanfälle steigern. Paracetamol gilt nicht mehr als ideales Medikament (wegen der starken Nebenwirkungen an der Leber), auch für Ibuprofen mehren sich die Hinweise auf langfristige Nebenwirkungen. Was also tun? Wenn das Fieber moderat ist, muss es …