Alle Artikel mit dem Schlagwort: Säugling

Beikost – wann, wie, was jetzt…..?

Bei der Frage der Beikost hat uns die Forschung jahrzehntelang gefoppt und immer wieder im Kreis geführt. Während sich in den 1980er Jahren noch gar niemand um die Beikost gekümmert hat, kam langsam der Verdacht auf, die sich häufenden Allergien könnten mit der frühen Beikost zu tun haben. Ergo seit dem Ende des letzten Jahrtausends wurde befohlen: Stillen und auf keinen Fall Beikost im ersten halben Jahr! (Die Idee war, dass die Allergie-Proteine in der Nahrung Allergien begünstigen, wenn sie zu früh angeboten werden). Keine 15 Jahre später änderte sich nun diese Einschätzung deutlich. Denn neuere Studien haben gezeigt, dass die Beikost durchaus sogar geeignet ist, Allergien zu verhindern. Und zwar gerade die besonders stark allergischen Allergien. Ergo – die neue Empfehlung: Stillen und Beikost ab dem Alter von 4 Monaten. Und zwar auch diejenige Beikost, die besonders mit späteren Allergien im Zusammenhang steht. (Die Idee ist nun, dass die Allergie-Proteine in der Nahrung vom Körper auch langfristig akzeptiert werden können, wenn sie ihm nur früh genug angeboten werden…). Mein Fazit: Stillen (das ist glücklicherweise …

Tipp der Woche

Was tun mit Kindern, die motorisch und auch ansonsten 1a entwickelt sind, aber dennoch keine Lust haben zu krabbeln, und sich nur robbend durch die Zimmer bewegen? Oft liegt es am glatten Boden. Um krabbeln zu lernen, müssen die Knie eine Reibung auf rauem Untergrund spüren. Das gibt Stabilität beim Krabbeln. Am einfachsten hilft dann ein Teppich. Teppichreste hat fast jeder auf dem Dachboden oder bei der Oma. Ansonsten gäbe es ja die Restestube. Auf die Optik müssen Sie nicht achten. Sie brauchen ihn ja nur für ein paar Wochen.

Mit Kindern in die Berge? Wie hoch ist gesund?

Bergurlaube sind super!!! Dort kann die Seele oft baumeln…. Nicht umsonst sind die Berge neben dem Meer die beliebtesten Urlaubsziele deutscher Familien. Doch wie hoch ist denn für Familien erlaubt? Was ist gesund für Kindern? Ab wann dürfen sie Bergtouren machen? Weil dort die Luft dünner wird, kann große Höhe bei jedem Menschen zu Problemen der Sauerstoffversorgung führen. Bei Kindern kommt hinzu, dass die Lunge in den ersten Jahren noch weiterreift und schädliche Einflüsse, also auch stark verminderter Sauerstoffdruck, dabei vermieden werden sollten. Bei sehr großen Höhen droht daneben die Höhenkrankheit. Es ist allerdings natürlich ein Unterschied, ob Kinder für den schönen Ausblick vom oberbayerischen Heimatgarten (1790m) mitgenommen werden, oder ob sie ihre Outdoor-Eltern in das Himalaya begleiten dürfen. Für den Fall extremer Höhen, also jenseits der typischen Alpengipfel, gibt es für Kinder leider wenige verlässliche Untersuchungen, an denen man sich orientieren kann, um einen abgesicherten Rat zu geben. Deshalb raten wir hier zu einer umfangreichen individuellen Beratung. Was die Alpen und ähnliche Höhen bis etwa 3000m betrifft, kann als Orientierung gelten: Je Lebensjahr sind …

Die 1000 Tage, die die Weichen für das ganze Leben stellen!

Die ersten 1000 Tage entscheiden über fast alles. Von der Befruchtung der Eizelle bis etwa zum Alter von 2,5 Jahren. Nicht nur angeborene Fehlbildungen oder Geburtsstörungen fallen in diese Zeit, sondern auch die wichtige Zeit der frühkindlichen Entwicklung. Da werden viele psychologische Faktoren geprägt, die mit entscheidend sind für den späteren Charakter und wichtige psychologische Eigenschaften wie die Fähigkeit zu genießen. Aber eben im Sinne des „Biological Programming“ auch organische Faktoren geprägt. Zum Beispiel zeigt sich, dass die Abwesenheit von körperlichem und psychischem Stress für das Kind zu stabileren Persönlichkeiten führt als wenn Krankheiten oder große Unruhe und vor allem fehlende Nähe dem Kind Stress machen. Die Stressforschung hat gezeigt, dass Kinder, die in den ersten 1000 Tagen in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sind, nicht die gleiche Stressresistenz aufbauen wie unbeeinträchtigte Babys. Und das wiederum ist langfristig sogar mit körperlichen Risiken verbunden. Zum Beispiel tritt dann im Laufe des Lebens häufiger Übergewicht oder Bluthochdruck auf und auch die Rate an Schlaganfällen oder Herzinfarkten ist erhöht.