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Mit Kindern in die Berge? Wie hoch ist gesund?

Bergurlaube sind super!!! Dort kann die Seele oft baumeln….

Nicht umsonst sind die Berge neben dem Meer die beliebtesten Urlaubsziele deutscher Familien. Doch wie hoch ist denn für Familien erlaubt? Was ist gesund für Kindern? Ab wann dürfen sie Bergtouren machen?

Weil dort die Luft dünner wird, kann große Höhe bei jedem Menschen zu Problemen der Sauerstoffversorgung führen. Bei Kindern kommt hinzu, dass die Lunge in den ersten Jahren noch weiterreift und schädliche Einflüsse, also auch stark verminderter Sauerstoffdruck, dabei vermieden werden sollten. Bei sehr großen Höhen droht daneben die Höhenkrankheit. Es ist allerdings natürlich ein Unterschied, ob Kinder für den schönen Ausblick vom oberbayerischen Heimatgarten (1790m) mitgenommen werden, oder ob sie ihre Outdoor-Eltern in das Himalaya begleiten dürfen.

Für den Fall extremer Höhen, also jenseits der typischen Alpengipfel, gibt es für Kinder leider wenige verlässliche Untersuchungen, an denen man sich orientieren kann, um einen abgesicherten Rat zu geben. Deshalb raten wir hier zu einer umfangreichen individuellen Beratung.

Was die Alpen und ähnliche Höhen bis etwa 3000m betrifft, kann als Orientierung gelten: Je Lebensjahr sind 1000m Höhe erlaubt – bei einem zweijährigen Kind also 2000m, bei einem dreijährigen 3000m Höhe. Damit sollte der typische Alpenurlaub in den allermeisten Fällen möglich sein.

Und Säuglinge? Es gibt Studien, die ein erhöhtes Kindstodrisiko bei Säuglingen in der Höhe zeigen. Vor diesem Hintergrund raten wir in den ersten 1 bis 1,5 Jahren vor ungewöhnlichen Höhen, also jenseits von 2000m, ab.

Danach aber auf zum Gipfelkreuz!

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von

Dr. med. Gerald Hofner

Dr. Gerald Hofner war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberarzt der Universitätskinderklinik Erlangen-Nürnberg, bevor er seit 2003 in der von ihm gegründeten Praxis für Kinder und Jugendliche in Neudrossenfeld und Bayreuth tätig wurde. Sein Fokus liegt auf der Schwerpunktversorgung für Kinderkardiologie, Kinderpneumologie und Jugendsportmedizin, sowie auf der Prävention. Ihm ist dabei wichtig, die Erkenntnisse der Wissenschaft verständlich zu den Patienten und ihren Familien zu bringen. Als Vater von zwei Töchtern weiß er um die Probleme von Familie.

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