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Wie Smartphones die Sehkraft schwächen

Es ist inzwischen unstrittig. Die umfangreiche Nutzung von Smartphones in der Jugend kann die Sehkraft schwächen. Der  Mechanismus ist physikalisch gesehen logisch. Allerdings gab es denselben Mechanismus bereits vor dem Smartphone-Zeitalter. Schuld ist nämlich das Lesen in zu kurzem Abstand. Das Smartphone wird zu nahe an die Augen gehalten (so wie auch Bücher bei Leseratten). Das Auge reagiert mit Verlängerung des Längsdurchmessers, um das auszugleichen. Die sich noch entwickelnden Augen von Kindern und Jugendlichen betrifft dies deutlich stärker. Die Folge sind zunehmende Kurzsichtigkeit, Brillenkorrektur, und langfristig die Schwächung der Sehkraft. Die Symptomatik ist umso ausgeprägter, je länger die täglichen „Lesezeiten“ am Smartphone sind, und je näher es am Auge gehalten wird. Insofern sind die Bemühungen mancher Hersteller zu begrüßen, mittels Apps die Bildschirmzeiten besser zu kontrollieren. Inwieweit diese die Nutzungsdauer reduzieren lassen, bleibt abzuwarten.

Spielen im Freien beugt Sehfehler vor!

In einer vielbeachteten chinesischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass das Spielen im Freien neben vielen anderen Vorteilen auch vor Kurzsichtigkeit schützt. Ursache dafür ist offensichtlich die höhere Lichtintensität. Denn auch bei grauem Himmel kommt im Freien immer noch viel mehr Licht an die Augen als bei gewöhnlicher elektrischer Beleuchtung im Inneren eines Hauses. Andere Vorteile des Spielens im Freien sind ja bekannt: die Kinder bekommen draußen mehr Bewegung (die wiederum fit hält und sich günstig auf Normalgewicht auswirkt) und auch eine bessere Stimmung. Licht ist ja auch für das psychische Wohlbefinden wichtig und das gerade in der dunklen Jahreshälfte. Unser Tipp: Gerade auch in der dunklen Jahreszeit viel raus! Und dafür notfalls die Hausaufgaben mal später machen, wenn es eh schon dunkel ist. Quelle: He, Mingguang et al.