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Die Anschläge von Paris, die Medien und unsere Kinder

Der Terror ist näher an uns in Deutschland heran gerückt. Sein wichtigstes Ziel ist es, wie der Name sagt, Angst zu verbreiten. Und offensichtlich gerät auch Deutschland mehr in den Focus der Islamisten.

Selbst wenn wir Erwachsene das selbst nicht so wahrnehmen, unsere Kinder kriegen das mit. Vor allem die Jugendlichen, die sich schon regelmäßig in den Medien informieren, kriegen dort ungefiltert „Terror“ ab. Und sie tauschen das aus, auf den Schulhöfen und im Netz.

Auch wenn wir Erwachsene da keine Patentlösung haben, weil wir ja selbst den Schrecken spüren, den die Willkür der Terroristen bringt – Angst darf nicht das Leben der Kinder bestimmen, vor allem keine Angst vor der Zukunft. Angst macht krank und verhindert eine gesunde Entwicklung.

Lassen Sie uns unsere eigene Sprachlosigkeit überwinden und mit den Kindern altersgerecht reden. Über ihre Angst und über unsere eigene. Überlassen Sie es nicht den Medien, deren Aufgabe es auch zu sein scheint, Sensation zu schüren. Dies ist in den seltensten Fällen kindgerecht.

Aber lassen Sie uns ihnen gleichzeitig Vertrauen geben. In sich selbst vor allem, aber auch in die Stärke einer humanistischen Gesellschaft – also Vertrauen in eine Gesellschaft, die Werte der Solidarität, der Nächstenliebe, und der Toleranz lebt, in der nicht eine extreme Religion oder eine Ideologie das Geschehen bestimmen. Aber auch in eine aufgeklärte Gesellschaft, die keinen blinden Hasspredigern nachläuft, egal welcher Religion oder Ideologie sie angehören. Eine offene Gesellschaft ist stark und hat Terror immer überdauert. Und sie bringt starke Persönlichkeiten hervor. Und solche sollen unsere Kinder doch werden.

Kategorie: Leben

von

Dr. med. Gerald Hofner

Dr. Gerald Hofner war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberarzt der Universitätskinderklinik Erlangen-Nürnberg, bevor er seit 2003 in der von ihm gegründeten Praxis für Kinder und Jugendliche in Neudrossenfeld und Bayreuth tätig wurde. Sein Fokus liegt auf der Schwerpunktversorgung für Kinderkardiologie, Kinderpneumologie und Jugendsportmedizin, sowie auf der Prävention. Ihm ist dabei wichtig, die Erkenntnisse der Wissenschaft verständlich zu den Patienten und ihren Familien zu bringen. Als Vater von zwei Töchtern weiß er um die Probleme von Familie.

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