Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fiebermedikamente

Fieberkrampf – was ist da los?

Kinder fiebern oft und teilweise hoch. Das Fieber ist dabei ein Zeichen des Immunsystems und somit eigentlich kein Problem. Allerdings kann das Fieber selbst Symptome auslösen, wie etwa Fantasieren oder Schüttelfrost (beim Auffiebern). Fieber ist meist nicht gleichmäßig stark, sondern hat Schwankungen. Diese haben mit der Tageszeit zu tun (morgens eher niedrigere Temperaturen) und mit dem Auslöser. Bestimmte Keime haben zum Beispiel typische Fieberverläufe. Am häufigsten fiebern Kleinkinder – und zwar bei Virusinfektionen. Denn das Immunsystem muss diese Viren erst einmal kennenlernen und sich mit ihnen auseinander setzen. Dann beginnt es zu arbeiten – und das Kind fiebert. Fieber muss nicht zwingend gesenkt werden, solange Ihr Kind gut trinkt und die Ursache des Fiebers nicht unklar oder gefährlich ist. Zu hohes Fieber gibt es nämlich eigentlich nicht, jedenfalls nicht im Sinne von einer Zersetzung der Organe. Denn der Körper selbst macht ja das Fieber. Eine besondere Situation liegt bei Fieberkrämpfen vor. Hier kommt es vor allem bei sehr schnellem Temperaturanstieg zur Auslösung eines richtigen epileptischen Krampfanfalls im Gehirn. Das darf auch nicht mit Schüttelfrost verwechselt …

Schulmedizin oder natürlich heilen?

Ein bewusst provokanter Titel. Denn in meiner langjährigen Sicht auf die Kindermedizin kristallisiert sich immer mehr heraus, dass dies in vielen Fällen kein Widerspruch ist. Weil Medizin, Gesundheit und Wohlbefinden  eben ganzheitlich zu betrachten ist. Das, was wir im Allgemeinen als Schulmedizin bezeichnen, hat seine Grundlage im wissenschaftlichen Beleg für bestimmte therapeutische Maßnahmen. Die sind oft zugegebenermaßen aber auch nicht eindeutig – oder für den Einzelfall zutreffend. Dennoch wird kein Mensch mit Rest-IQ auf das Pendeln als Hauptmethode bei der Behandlung eines angeborenen Herzfehlers setzen. Umgekehrt bedeutet „natürlich heilen“ nicht, dass es automatisch wirkungslos ist. Viele heutige schulmedizinische Medikamente entstammen ja auch ursprünglich der Natur. Denken Sie nur an Penicillin. Und auch andere ganzheitliche Methoden (etwa die Gesprächstherapie, die Wirkung des Körperkontakts oder physikalische Heilmethoden) sind unbestritten wirksam. Ein Grund, warum auch ich mich für mehr Vertrauen in den Einsatz natürlicher Methoden stark mache, z.B. mit physikalischer Fiebersenkung statt Ibuprofen oder Paracetamol. Dennoch gibt es Grenzen. Die sind für mich dann erreicht, wenn eine dringend notwendige Therapie durch wirkungslose „natürliche Heilung“ verpasst wird. Nicht ganz …

Was hilft denn nun wirklich bei Fieber?

Die Kinderärzte meinen: Zunächst einmal keine Angst: Meist bedeutet Fieber keine bedrohliche Situation! Fieber ist eine durch den Körper selbst hervorgerufene Erhöhung der Körpertemperatur über 38,5°C, als Folge beispielsweise einer Infektion. Das Spektrum fieberverursachender Krankheiten ist sehr weit, oft – aber nicht immer – handelt es sich jedoch um eher harmlose virale Infekte. Fieber ist generell – wenn die Diagnose klar ist (z.B. ein Luftwegsinfekt) – kein Feind, sondern eher ein Freund! Warum? Der Sinn des Fiebers ist eine Verbesserung der Immunvorgänge und Beschleunigung von Stoffwechselprozessen. Die Immunantwort braucht eine erhöhte Körpertemperatur, um effektiv abzulaufen. Darum – wenn es einem Kind bei Fieber nicht schlecht geht und es trinken kann – muss man nicht sofort Fieber senken, sondern darf ein Kind ruhig auch einmal fiebern lassen. Kinder kommen mit dem ja meist vorübergehenden Zustand des Fieberns meist besser zurecht als Erwachsene. Auf der anderen Seite muß sich ein Kind, das durch das Fieber sehr beeinträchtigt ist, nicht quälen und kann einen Fiebersaft oder –zäpfchen erhalten. Oft trinken sie dann auch wieder besser. Achtung: Kinder dürfen nicht mit …