Alle Artikel mit dem Schlagwort: in eigener Sache

Warum ich die Weiterbildung „Ernährungsmedizin“ durchlaufen habe…

Ich bin jetzt „Ernährungsmediziner“. Jedenfalls habe ich die Weiterbildung „Ernährungsmedizin“ durchlaufen. Ernährung ist interessant. Denn jeder isst gerne gut. Und jeder weiß auch, welchen erheblichen Einfluss Fehlernährung haben kann. Die Krankheiten, die im Zusammenhang mit Ernährung stehen, nehmen zu. Und damit auch die Möglichkeiten der Prävention. Und gleichzeitig suggeriert die Werbung, wir dürften uns die wunderbaren Geschmackserlebnisse nicht entgehen lassen. Leider gibt es gerade in der Ernährungsmedizin in vielen Fällen nur Expertenmeinungen und wenige wissenschaftliche Beweise. Deshalb ist Ernährungsmedizin auch so mystisch. Jede Frauen- oder Familienzeitschrift hat ein Dossier über Ernährungsfragen und verbreitet vermeintlich neue „Superkost“ oder „Diäten“. Vieles davon ist Humbug oder zumindest Marketing.   Warum trotzdem Ernährungsmedizin? Ein paar wichtige Beispiele: Ernährung sollte zunächst ausgewogen sein. Und da fängt das Problem schon an. Die gesunde, ausgewogene Ernährung des Kindes schützt es vor Mangelzuständen und gleichzeitig vor den Krankheiten der „Überfütterung“. Leider finden wir diese ausgewogene Ernährung gar nicht mehr so häufig in den Familien. Gerade in der Kardiologie sind viele Erkrankungen des Erwachsenen vorzubeugen, wenn von Kindesbeinen an auf die richtige Ernährung geachtet …

In eigener Sache – warum der kinderärztliche Notdienst geändert werden muss

Die Ausbildungszahlen in der Kinder- und Jugendmedizin gehen zurück und es gibt deshalb immer weniger Kinderärzte. Vor allem gibt es speziell in ländlicheren Regionen kaum mehr Ärzte, die sich in eigener Praxis niederlassen wollen. Für viele ist besonders die Verpflichtung zum „Notdienst“ (Bereitschaftsdienst)  ein wichtiger Grund, sich nicht mehr niederzulassen. Also die Verpflichtung, regelmäßig Dienst zu tun, wenn Praxen zu haben – am Wochenende, an Feiertagen und vor allem nachts. Was bedeute dieser Bereitschaftsdienst für uns? Jeder Kassenarzt ist verpflichtet, an diesem Notdienst teilzunehmen. Internisten, Allgemeinärzte und viele andere nehmen zum Beispiel am allgemeinen Bereitschaftsdienst teil – Facharztzeugnis ist dabei nicht Pflicht. Wir Kinderärzte nehmen wie etwa auch Augenärzte, HNO-  oder Frauenärzte am fachärztlichen Notdienst teil. Während sich in unserer Region rund 400 Ärztinnen und Ärzte den allgemeinen Bereitschaftsdienst in verschiedenen Schichten teilen und damit auf etwa 190 Stunden Dienstbelastung im Jahr kommen, sind es in der Gruppe der Kinderärzte etwa 12 Kolleginnen und Kollegen, so dass die Dienstbelastung mehr als 560 Stunden im Jahr ausmacht. Wohlgemerkt zusätzlich zur normalen Praxis am Tage. Seit diesem …

SCHÖNE FERIEN! ERHOLSAMEN URLAUB!

Auch der Kinderarztblog macht im August Urlaub. Wir lesen uns wieder ab September. Zunächst aber noch unsere guten Wünsche für Urlaub und Ferien. Sie kommen dieses Jahr mit einem Zitat unseres Bayreuther Dichters Jean Paul (1763-1825). Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt Leben Reisen ist. In einer Zeit, in der Reisen noch beschwerlicher war, hat Jean Paul erkannt, dass Reisen den Kopf erweckt, in dem das Bekannte immer wieder herausgefordert wird. Etwas, was bereits früh im Leben beginnen darf. Fahren Sie mit Ihren Kindern deshalb ruhig immer mal aus der gewohnten Umgebung weg. Es muss ja nicht immer eine Fernreise sein. Auch ein Besuch bei Freunden in einer anderen Stadt kann  ja schon ein Erlebnis sein. Wo auch immer Sie die Urlaubszeit verbringen – kommen Sie gesund wieder – und voller neuer und guter Eindrücke.

Das neue Europäische Datenschutzgesetz – in eigener Sache

Morgen tritt das neue europäische Datenschutzgesetz („Datenschutz-Grundverordnung“) in Kraft. Es verpflichtet alle Firmen, wie auch Online-Plattformen, und eben auch Praxen, zu strengerem Datenschutz personenbezogener Daten. Bei Versäumnissen drohen Strafen bis 20.000.000 Euro. An sich eine gute Sache! Finde ich. Vor allem, wenn man auf die Datenschutzpraktiken der großen Datenschutz-Kraken wie Facebook und Google sieht. Aber: Es offenbart die Ziellosigkeit in einem staatlich gelenkten „Gesundheitswesen“ einmal mehr! Natürlich sind gerade Gesundheitsdaten besonders schützenswert. Und das tun wir ja auch. Aber das, was von einem deutschen Gesundheitswesen über die Köpfe der Praxen hinweg mit großem Engagement vorangetrieben wurde, nämlich das Gesundheitswesen auch auf Datenebene effektiver zu machen (Stichwort „elektronische Gesundheitskarte“, aber auch Labor- oder Röntgendatenübertragung ) soll jetzt bei den einzelnen Praxen vor Ort auf Datenschutz abgesichert werden. Unter der Androhung von existenzvernichtenden Strafen. Und natürlich ohne Ersatz des Mehraufwandes seitens der Krankenkassen, die in den Jahren zuvor die online-Initiativen erst vorangetrieben haben. Ein krankes System. Kein Wunder,  dass sich immer weniger Ärzte in die ambulante Patientenversorgung trauen. Na. Vielleicht kommen wir ja irgendwann wieder zurück zu …

Unser Dr. Schwarz – ein begnadeter Zeichner

Sie haben in unserem Blog bestimmt schon unsere gezeichneten Männchen entdeckt. Und wir hoffen, Sie mögen sie auch. Und haben uns darin schon entdeckt. Ein Beispiel sehen Sie ja gerade auch in diesem Beitrag. Aber wissen Sie auch, woher diese Grafiken stammen? Unser Dr. Schwarz ist der begnadete Zeichner, der uns alle mit seinen Zeichenkünsten bezaubert. Als Sohn eines professionellen Zeichners hat er die Leidenschaft für eigene Kunst schon in die Wiege gelegt bekommen. Jetzt bräuchten wir nur noch einen Namen für unsere Männchen. Hat jemand vielleicht eine Idee?

In eigener Sache – warum wir hier schreiben

Warum wir hier schreiben, wollen Sie wissen? Ob wir nicht genug zu tun haben in der Praxis? Naja. Medizin ist ein wundervoller Beruf. Wir dürfen helfen, beruhigen, lotsen. Und das sogar für Kids. Da ist dann also auch noch Leben in der Bude. Allerdings müssen wir in der Praxis mit Zeit und Möglichkeiten gut haushalten, damit wir unsere Praxis mit ihren vielen wunderbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stabil und sicher durch die Untiefen des Gesundheitswesens führen. Deshalb bleibt viel an Beratung, die wir eigentlich gerne geben würden, auf der Strecke. Vor allem die Beratung, die wir gerne zu psychosozialen Themen geben würden. Zu Themen also, für die es in der Praxis kein Budget gibt, weil sie keine Erkrankung im engeren Sinn sind, und die dennoch so sehr wichtig sind. Denn sie bestimmen das langfristige Wohlbefinden. Also wollen wir dies gerne hier tun: uns zu diesen Themen äußern. Zu Erziehung. Zu Stress im Kindesalter. Vielleicht einen Finger in gesellschaftliche Wunden legen. Probleme im täglichen Leben aufdecken. Überall dort, wo wir Kinder zu kurz kommen sehen, in welcher …