Alle Artikel mit dem Schlagwort: Prävention

Stress 2

Erkennen wir überhaupt, wenn unsere Kinder Stress haben?

Ein Artikel, bewusst kurz vor den Zwischenzeugnissen. Die Forscher sind sich einig: Kinder waren körperlich noch nie so gesund und so gut medizinisch überwacht wie heute. Die psychische und emotionale Gesundheit zeichnet da leider ein anderes Bild. Kinder waren leider auch noch nie so gestresst wie heute. Die Anforderungen, die die Schule, das ambitionierte Elternhaus oder der Kreis der Freunde und Klassenkameraden an sie stellen, waren noch nie so groß. Die Folge: Stress! Leistungsanforderungen machen Stress. Für das mit Leistungsanforderungen unerfahrene Kind noch mehr als für abgeklärte Erwachsene. Und Stress ist langfristig tödlich: Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt. Und noch vieles mehr. Die Resistenz dagegen muss bereits in der Kindheit aufgebaut werden. Und nachweislich sind die Resistenzfaktoren heute schwächer geworden als noch vor 10 oder 20 Jahren. Aber erkennen wir das überhaupt, wenn ein Kind Stress hat? Es ist schwierig. Es gibt schon Zeichen –  wie Rückzug, Gereiztheit, Kopfschmerzen, andere körperliche Symptome oder Schlafstörungen, aber diese können natürlich auch andere Gründe haben. Und viele Kinder erleben ihr Leben einfach als normal, auch wenn es hohe Stresslevel hat. …

fr1da

Hat mein Kind „Zucker“?

Diese Frage wir uns oft gestellt. Zu Recht, schließlich ist der Typ 1 Diabetes die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit. Das heißt, der Körper richtet seine Abwehr gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und diese Zellen werden zerstört. Ohne Insulin kann der mit der Nahrung aufgenommene Zucker nicht mehr aus dem Blut in die Körperzellen gelangen. Es kommt zur Ansammlung von Zucker im Blut. Die betroffenen Personen müssen deshalb Insulin spritzen, sonst drohen schwere Gesundheitsschäden. Erkannt wird die Erkrankung oft erst, wenn bereits schwere und zum Teil lebensbedrohliche Symptome auftreten. Zumeist entwickelt sich die Erkrankung im Kindesalter. Mittels eines einfachen Bluttests ist es nun im Rahmen der Fr1da-Studie möglich, die Erkrankung bereits Jahre vor den ersten Symptomen (vermehrtes Trinken, vermehrtes Wasserlassen, unklare Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, …) zu erkennen und zu diagnostizieren. Durch eine frühzeitige Diagnose kann der Blutzucker der Betroffenen gut überwacht werden und eine ausführliche Schulung der Eltern und Kinder in ruhiger Atmosphäre erfolgen. Durch die rechtzeitig begonnene Insulinbehandlung werden so schwerwiegende Gesundheitsprobleme verhindert. Die Untersuchung …

Bauernhof_Femund Cartoon

Wieviel Dreck brauchen wir? Die Bauernhof-Hypothese

Vor rund 10 Jahren gingen die Ergebnisse mehrerer groß angelegter Studien durch die Presse, die gezeigt haben dass Kinder, die natürlicher mit „Dreck“ aufwachsen, deutlich seltener allergische Erkrankungen entwickeln. Dies könnte durch den geringeren Kontakt mit natürlichen (für den Menschen nicht krankmachenden) Bakterien und Pilze in der sogenannten zivilisierten Umgebung abseits von Landwirtschaft bedingt sein. Man nannte diese Erklärung „Bauernhof-Hypothese“. Was ist nun aus der Bauernhof-Hypothese geworden? Und wieviel Dreck „braucht“ das Kind nun? Die Ergebnisse sind bisher nicht widerlegt. Vielmehr konnten Wissenschaftler untermauern, dass in übertrieben hygienisch aufwachsenden Kindern das Immunsystem unterfordert scheint und dann dafür Allergien auslöst. Der Vorteil von Kontakt mit den natürlichen („gesunden“) Bakterien und Pilzen ist höher wenn bereits die Schwangerschaft in dieser Umgebung stattfindet. Erwachsene scheinen keinen Vorteil mehr vom Bauernhof zu haben. Die Pharmaindustrie versucht gerade, die genauen Faktoren in den genannten „gesunden“ Keimen herauszufinden, um mittels geeigneter Präparate Bauernhof-Umgebung zu simulieren. Eine genetische Neigung zu Allergien wird nicht aufgehoben, möglicherweise aber vermindert. Ob Hunde und Katzen von Vorteil sind, ist unklar. Jedenfalls scheinen sie, wenn ein Kind …

Neu: Grippe-Impfung ohne Pieks!!!

Die Grippe-Welle hat begonnen! Wer noch keinen Impfschutz gegen die erwarteten Influenza-Viren 2014/15 hat, sollte sich diesbezüglich bei einem Arzt oder Apotheker beraten lassen! Empfohlen wird die Grippe-Impfung vor allem für Personen ab 60 Jahre Schwangere, die während der Influenzasaison schwanger sind Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z. B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV) Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen Personen mit erhöhter Gefährdung Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln (die Impfung schützt zwar nicht vor der Vogelgrippe, aber es werden damit problematische Doppelinfektionen vermieden) [Quelle: RKI: Robert Koch Institut] Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen (KiTa, Schule, etc.) gelten auch als erhöht gefährdet. Seit der vergangenen Saison ist bereits ein „schmerzfreier“ Impfstoff verfügbar, der ohne Pieks nasal zu geben ist, vergleichbar einem Nasenspray. Er trägt den eingetragenen Handelsnamen Fluenz! Er wird von den gesetzlichen …

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Endlich Sommer! Auf was muß ich aufpassen?

DieKinderärzte meinen: Endlich raus, spielen, Sonnen tanken, Baden und Eis essen! Genießen Sie den Sommer mit Ihren Kindern! Achten Sie aber auch auf einige Kleinigkeiten: Sonnenschutz ist ein MUSS! Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50, nie ohne eine leichte Kopfbedeckung aus dem Haus gehen und dran denken: selbst im Schatten kriegt man ca. 80% der Sonnenstrahlung noch ab, da das Licht gestreut wird. Gut trinken ist extrem wichtig! Wasser und ungesüsste Tees sollten das Hauptgetränk sein, natürlich auch mal ein Saft oder etwas anderes! Bitte beachten Sie Warnhinweise wie rotes Gesicht, Kopfweh und Rötungen der Haut, Erbrechen oder Übelkeit. Sonnenstich (bei dem der Kopf und damit das Gehirn zuviel Sonne abbekommt), Sonnenbrand und Überhitzung sind vermeidbar! Darum: Im Schatten spielen und auch mal drinnen eine Ausruhzeit oder sonstige Aktivitäten planen. Und nicht vergessen: Mama und Papa sind Vorbild, darum leben Sie Sonnenschutz und gutes Trinkverhalten vor. Denn was Mama und Papa tun, muss ja gut sein! DrS

Der Bildschirm….der Feind einer guten körperlichen Entwicklung???

Unsere Kinder bewegen sich zu wenig!?!?! Das war das Credo der Forscher in den letzten Jahrzehnten. Und ja, das stimmt! Die Kinder und Jugendlichen bewegen sich heutzutage weniger als noch vor 30 Jahren. Und ja, das stimmt! Die Entwicklung elektronischer Freizeitbeschäftigung, insbesondere die Verfügbarkeit von Fernsehern, Computern und Handys haben daran einen entscheidenden Anteil. Dennoch! An der Entwicklung kommt man nicht vorbei. Die Technisierung ist zum Alltag geworden. Was also tun um Ihre Kinder zu Bewegung zu motivieren? Ein paar Tipps von den Experten: Bewegungsverhalten muss eingeübt werden bevor der Griff zum Handy oder zur Fernbedienung zur Routine wird wird. Gehen Sie also schon mit Ihren Kleinkindern viel an die Luft. Lassen Sie sie sausen, auch bei nicht ganz optimalem Wetter. Vielleicht sogar wenn die Nase läuft. Der Mensch ist bequem und (er-) findet leicht Ausreden. Die Ausreden die die Kinder bei Ihnen lernen, werden sie ihr Leben begleiten. Vereinbaren Sie „Ausgleichsbewegung“. Erlauben Sie den Bildschirm, aber erst wenn Ihre Lieben durch Bewegung in gleichem zeitlichem Umfang dafür „bezahlt“ haben. Planen Sie bildschirmfreie Stunden und …