Alle Artikel mit dem Schlagwort: Streß

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Stress durch das elterliche Handy

Stress durch das elterliche Handy oder Tablet bei den Kindern – eindeutig eine häufige Erscheinung. Mama und Lenchen fahren im Bus in die Stadt. Lenchen ist 5 Monate und liegt im Kinderwagen. Ihre Mutter sieht kurz im Smartphone nach ihren Whatsapp-Nachrichten und ihren Mails. Die Kleine zeigt eine eindeutige Reaktion, sie wird unruhig, will Mamas Aufmerksamkeit erreichen, hört dann aber mit den frustrierenden Bemühungen auf und verfällt in eine Art Starre. Eine Ausnahme? Nein! Wirklich häufig. Sicher ist man sich dessen gar nicht immer bewusst, aber man muss diese Zeiten, in denen man „nur kurz“ was checkt, einfach mal zusammenzählen und wird ernüchtert feststellen, dass sich diese Zeiten nicht unerheblich summieren. Es gibt dafür Apps wie „Moment“ oder „Quality time“. Nun machen die Kinder einem ja alles nach, wir Eltern haben eine ganz wichtige Vorbildfunktion und die Kinder halten uns Eltern den Spiegel gnadenlos vor die Nase: „Du machst das doch auch!“. Dies gilt natürlich auch für den Medien – oder Handygebrauch! Wie kann ich fordern, dass das Kind seine Handyzeiten einhält, wenn ich selbst …

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„Alle Jahre wieder…“

So beginnt nicht nur ein besinnliches Weihnachtslied, sondern auch die für viele stressigste Zeit des Jahres. Plätzchenbacken, Weihnachtsfeiern, die Suche nach den ultimativen Geschenken, Wohnungsputz – alles soll ja um der weihnachtlichen Stimmung willen bis zum Tag X (der jedes Jahr völlig überraschend auf den 24.12. fällt) erledigt sein. Da kann man schon mal in Stress geraten. Uns Eltern ist dabei aber nicht immer bewusst, dass auch die Kinder in dieser Zeit oftmals gestresst sind. Dies hat mehrere Ursachen: Zum einen (und das gilt nicht nur für die Weihnachtszeit) überträgt sich der Stress der Eltern auf die Kinder, die dann deutlich unausgeglichener reagieren als unter entspannten Bedingungen. Dies hat zur Folge, dass die Eltern ebenfalls gereizt reagieren und schon ist der Teufelskreis in Gang gesetzt. Hinzu kommt noch, dass ja auch für die Kinder der Terminkalender noch voller gepackt wird als sonst: Weihnachtsfeier in der Schule, im Sportverein und dann noch das Weihnachtskonzert der Musikschule mit Sonderproben – für sich genommen alles sehr schön, insgesamt aber doch großer Stress für die Kleinen. Und – je …

Stress 2

Erkennen wir überhaupt, wenn unsere Kinder Stress haben?

Ein Artikel, bewusst kurz vor den Zwischenzeugnissen. Die Forscher sind sich einig: Kinder waren körperlich noch nie so gesund und so gut medizinisch überwacht wie heute. Die psychische und emotionale Gesundheit zeichnet da leider ein anderes Bild. Kinder waren leider auch noch nie so gestresst wie heute. Die Anforderungen, die die Schule, das ambitionierte Elternhaus oder der Kreis der Freunde und Klassenkameraden an sie stellen, waren noch nie so groß. Die Folge: Stress! Leistungsanforderungen machen Stress. Für das mit Leistungsanforderungen unerfahrene Kind noch mehr als für abgeklärte Erwachsene. Und Stress ist langfristig tödlich: Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt. Und noch vieles mehr. Die Resistenz dagegen muss bereits in der Kindheit aufgebaut werden. Und nachweislich sind die Resistenzfaktoren heute schwächer geworden als noch vor 10 oder 20 Jahren. Aber erkennen wir das überhaupt, wenn ein Kind Stress hat? Es ist schwierig. Es gibt schon Zeichen –  wie Rückzug, Gereiztheit, Kopfschmerzen, andere körperliche Symptome oder Schlafstörungen, aber diese können natürlich auch andere Gründe haben. Und viele Kinder erleben ihr Leben einfach als normal, auch wenn es hohe Stresslevel hat. …

Stress 2

Hausaufgabenstress muß nicht sein! Teil 2

Heute nun Teil 2 der Tipps zu den Hausaufgaben: • Vor dem Beginn: Natürlich gibt es immer mal wieder Termine, die für Zeitdruck bei den Hausaufgaben sorgen. Dies sollte aber die Ausnahme und nicht die Regel sein! Denn sonst werden Sie als Eltern, die die nachfolgenden Termine meist eher im Blick haben als die Kinder, ungeduldig und geraten in Stress, der sich dann natürlich auf die Kinder überträgt. Aus diesem Grund sollte man auch soweit wie möglich eigenen emotionalen Stress vorher abbauen. Jüngere Geschwisterkinder müssen lernen, dass sie in der Hausaufgabenzeit nicht stören dürfen. • Während der Hausaufgaben: Ganz wichtig ist eine klare Kommunikation, um Missverständnisse zu vermeiden. So sollte man keine Ironie („Na das hast du ja super hinbekommen“) verwenden, da Kinder diese nicht verstehen können. Bei der Anfertigung der Hausaufgaben brauchen viele Kinder Hilfe, doch diese muss so angelegt sein, dass sie die Selbstständigkeit als Ziel hat. So gibt es Dinge, die den Kindern leichter fallen und die sie eigenständig bearbeiten können und die im Anschluss kurz besprochen werden. Mehr Hilfe bietet man …

Schule

Hausaufgabenstress muss nicht sein! Teil 1

Fast zwei Drittel der in einer Studie befragten Eltern gaben an, dass es wegen der Hausaufgaben regelmäßig zu Konflikten mit ihren Kindern kommt. Hausaufgaben belasten also offensichtlich häufig das Verhältnis von Eltern und Kindern. Beachtet man einige grundlegende Dinge, so kann der Stress deutlich vermindert werden. • Terminwahl: Man sollte zwar zunächst die Kinder bei der Frage nach einem geeigneten Zeitpunkt einbeziehen, stellt man jedoch fest, dass es nur zu einer Verschiebetaktik von Seiten der Kinder kommt, ist es besser, wenn die Eltern den Zeitpunkt nach einer ausreichenden Erholungsphase nach der Schule festlegen. • Arbeitsplatz: Hausaufgaben sollten immer am gleichen Ort – idealerweise an einem Schreibtisch, auf dem alle notwendigen Arbeitsutensilien immer vorhanden sind – gemacht werden. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass keine weiteren äußeren Reize (z.B. Spielsachen, Handy) von der Arbeit ablenken und dass genügend Licht vorhanden ist. Wir danken unserer Gastautorin B. Ehlenberger für diesen Beitrag!

Relax

Die 1000 Tage, die die Weichen für das ganze Leben stellen!

Die ersten 1000 Tage entscheiden über fast alles. Von der Befruchtung der Eizelle bis etwa zum Alter von 2,5 Jahren. Nicht nur angeborene Fehlbildungen oder Geburtsstörungen fallen in diese Zeit, sondern auch die wichtige Zeit der frühkindlichen Entwicklung. Da werden viele psychologische Faktoren geprägt, die mit entscheidend sind für den späteren Charakter und wichtige psychologische Eigenschaften wie die Fähigkeit zu genießen. Aber eben im Sinne des „Biological Programming“ auch organische Faktoren geprägt. Zum Beispiel zeigt sich, dass die Abwesenheit von körperlichem und psychischem Stress für das Kind zu stabileren Persönlichkeiten führt als wenn Krankheiten oder große Unruhe und vor allem fehlende Nähe dem Kind Stress machen. Die Stressforschung hat gezeigt, dass Kinder, die in den ersten 1000 Tagen in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sind, nicht die gleiche Stressresistenz aufbauen wie unbeeinträchtigte Babys. Und das wiederum ist langfristig sogar mit körperlichen Risiken verbunden. Zum Beispiel tritt dann im Laufe des Lebens häufiger Übergewicht oder Bluthochdruck auf und auch die Rate an Schlaganfällen oder Herzinfarkten ist erhöht.

Stress 2

Burnout – kein Erwachsenen-Phänomen

Mag man Burnout gemeinhin als eine psychische Erkrankung, die bei gestressten Erwachsenen auftreten kann, sehen, so ist leider festzustellen, dass „Burnout bei unseren Kindern angekommen ist.“ (Prof.Dr. M. Schulte-Markwort) Zu diesem Thema wurde kürzlich die repräsentative Studie „Burn-Out im Kinderzimmer. Wie gestresst sind Kinder und Jugendliche in Deutschland?“ der Universität Bielefeld vorgestellt. Die Besonderheit der Studie besteht darin, dass sie den Stress aus der Sicht der Betroffenen, also der Kinder, erfasst. Dabei wurden erschreckende Ergebnisse gewonnen. So leiden fast 20% der befragten Kinder und Jugendlichen unter hohem Stress, wobei aber 87,3% der Eltern der betroffenen Kinder nicht glauben, dass sie diese überfordern. Ca. 50% der Eltern befürchten sogar, ihre Kinder nicht genug zu fördern. Aus dieser Diskrepanz entstehen für die Kinder große Probleme. Als einen wichtigen Stressfaktor macht die Studie nämlich die Anzahl der Termine, die die Kinder neben der Schule zu absolvieren haben und die ihnen oftmals (86%) keinen Spaß machen, aus. Ergänzend kommt hinzu, dass Kinder häufig durch Aufgaben im Haushalt, die nicht altersgemäß sind (z.B. Organisation des Haushalts), belastet werden. Den Kindern …

Spagat

Diskutieren Sie mit: Der Spagat zwischen Beruf und Familie

Die Kinderärzte erleben es nicht selten: Die Belastung durch den Versuch, das Leben mit Beruf und Familie sinnvoll zu vereinbaren, ist für Eltern eine enorme und bisweilen – unter den aktuellen Gesellschaftsbedingungen – nicht bewältigbare Herausforderung. Wir sehen nicht selten, dass Eltern an den Ansprüchen, die an sie herangetragen werden oder die sie selber meinen erfüllen zu müssen, scheitern. Und der enorme Druck kann erhebliche Schwierigkeiten nach sich ziehen. Der Tag hat auch für die effektivsten Eltern nur 24h und auch die belastbarsten Menschen haben physische und psychische Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Dies müssen auch wir modernen Menschen uns eingestehen. Und es gibt uns nicht nur als Berufstätige und als Elternteil, sondern auch als Einzelperson mit allen Bedürfnissen, Stärken, Schwächen und mit der normalen menschlichen Begrenztheit. Dies wird oft sehr leicht vergessen. Ständige Überforderung der menschlichen Möglichkeiten führt in die Sackgasse, man nennt das dann z.B. Burnout. „Alles“ ist eben nicht möglich! Für die Burnoutprophylaxe gibt es einige gute Ansätze: Beispielsweise Prioritäten zu setzen, Ziele und die generelle Lebensgestaltung zu überdenken (Was will ich? Wo will …