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Übergewicht – es ist jedenfalls kein einzelnes Gen!!!

Es ist angeboren aber es sind nicht nur die Gene…!

In der bisher größten genetischen Studie an mehr als 300.000 Probanden konnte ein internationales Forscherteam eine Vielzahl von genetischen Faktoren finden, die im Zusammenhang mit starkem Übergewicht stehen. Die direkte Vererbung eines spezifischen Gens war nicht zu finden. Dennoch ist die Neigung zu Übergewicht familiär.

Wenn keine eindeutige genetische (Mendel´sche) Vererbung, was dann? Es wird nicht das Übergewicht vererbt, sondern nur die Neigung zu Übergewicht. Möglicherweise über das frühkindliche „biological programming“, also die Bahnung bestimmter Stoffwechselwege hin zu Übergewicht.

Was schließen die Kinderärzte nun daraus?

Um späteres Übergewicht vorzubeugen wäre ein sehr früher Beginn vorbeugender Lebensbedingungen nötig. Ernährung und Bewegung der Eltern muss bereits gesund sein um bei den Kindern dies zu ermöglichen.

Die Kinderärzte sehen aber auch, dass Eltern bei den komplex gewordenen Lebensbedingungen nicht auf jede Einzelheit optimalen Verhaltens achten können.

Ein gesunder und machbarer Mittelweg wäre für die Kinderärzte die Kombination von gesunder Kinderkost und Einüben von körperlicher Aktivität ab dem Laufalter. Dazu kommt der Auftrag an die Eltern, Vorbild zu sein:

  • Stillen, anschließend ausgewogene Beikost
  • Verzicht auf unnatürliche Konzentrate wie Kindermilchen der Stufe 2 und 3
  • kalorienfreie Getränke
  • Verzicht von Snacking (also ständige Zwischenmahlzeiten mit hoher Kaloriendichte, z.B. Schokoriegel, Banane, Kuchen etc.)
  • Verzicht auf Nebenbei-Essen (vor allem kein Essen beim Fernsehen oder am Computer!!!)
  • regelmäßige Spaziergänge und Fahrradtouren
  • wenigstens 2 oder 3 altersgerechte Sportblöcke pro Woche
  • Bewegung im Alltag (Fahrrad statt Auto, Treppe statt Aufzug)

Die zitierte Studie finden Sie hier.

DrGH

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von

Dr. med. Gerald Hofner

Dr. Gerald Hofner war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberarzt der Universitätskinderklinik Erlangen-Nürnberg, bevor er seit 2003 in der von ihm gegründeten Praxis für Kinder und Jugendliche in Neudrossenfeld und Bayreuth tätig wurde. Sein Fokus liegt auf der Schwerpunktversorgung für Kinderkardiologie, Kinderpneumologie und Jugendsportmedizin, sowie auf der Prävention. Ihm ist dabei wichtig, die Erkenntnisse der Wissenschaft verständlich zu den Patienten und ihren Familien zu bringen. Als Vater von zwei Töchtern weiß er um die Probleme von Familie.

2 Kommentare

  1. Carnot sagt

    Das verwendete Bild sieht mehr nach Cushing als einer klass Adipositas aus…

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