Alle Artikel in: Dossier

Praxis-MFA

Ich hab´ keinen U2 Termin bekommen!

Wir tun in unserer Praxis für unsere Patienten, was in unserer Macht steht, dennoch können wir nicht alles ermöglichen. Das ist auch für uns nicht zufriedenstellend, dennoch müssen wir diese Grenzen leider akzeptieren. Wovon spreche ich hier? Ein Beispiel: Frau M. läuft mir zufällig in der Stadt entgegen. Sie grüßt freundlich und fragt, ob sie mir kurz etwas sagen kann, wo sie mich schon einmal trifft. Dann schildert sie, dass sie nach der Geburt ihrer zweiten Tochter von unserer Praxis keinen U2 Termin bekommen habe, was sie bewogen hat, die Praxis zu wechseln. Was ist der Hintergrund? Letztlich der bundesweite Kinderärztemangel! Fakt ist: Die Anzahl der Kinderärzte in einem Verwaltungsgebiet ist vorgegeben und beschränkt. Eine Praxiseröffnung ist nur zulässig, wenn in einem Gebiet ein sog. KV-Sitz frei ist und besetzt werden darf. Zugrunde liegt eine Bedarfsplanung. Diese Bedarfsplanung müsste der aktuell schon sehr hohen Nachfrage und dem zu erwartenden noch höheren Bedarf angesichts der derzeit weiter steigenden Geburtszahlen allerdings dringend angepasst werden. Zudem werden ein Viertel aller Kinderärztinnen und -ärzte in den kommenden 5 Jahren …

2018 Feb 1

Die Blogmännchen heißen….?

Wir haben um Ihr Votum gebeten. Et voilà – unsere Blogmännchen haben nun Namen. Eigentlich waren die kleinen Wichte nur entstanden, um vielleicht ab und zu mal einen Blogbeitrag zu illustrieren. Aber dann wurden sie bei unseren Lesern beliebter, als wir das erwartet hatten. Das bestätigen Ihre zahlreichen Zuschriften. Die Männchen begannen fast, ein Eigenleben zu entwickeln. Und damit brauchten wir einen Namen für die Bewohner aus Bloghausen. Ihre Fantasie, liebe Leser, war bewundernswert. Und es fiel schwer, eine Auswahl zu treffen. Das Rennen um die Namen der Schwarzelmännchen, die in Bloghausen mit den anderen Bewohnern ein fröhliches Leben führen, haben nun die Namen Oskar und Finn gemacht. Danke an alle Paten und weiterhin viel Spaß mit unserem Blog!

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Ein gutes neues Jahr 2018!

Die Kinderärzte waren in der Weihnachtspause! Nun wünschen wir an dieser Stelle Ihnen und Ihren Kindern ein gutes und gesundes neues Jahr 2018! Sicher wird dieses Jahr wieder viele Themen aufwerfen, die wir an dieser Stelle auch aufgreifen werden. Gerne können Sie uns auch Anregungen geben, wenn bestimmte Gebiete von Interesse sind. Herzliche Grüße und bis bald!

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Fröhliche Weihnachten

Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern fröhliche Weihnachten, Tage der Ruhe und des Innehaltens, Tage, um wertvolle Zeit miteinander zu verbringen und zu genießen, Tage, um sich auf Wesentliches zu besinnen und Tage, um füreinander da zu sein. Herzliche Grüße und die besten Wünsche für Sie und Ihre Lieben! Ihre Kinderärzte mit Herz

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Der Fehler – dein Freund und Helfer

Fragt man Erwachsene oder auch Kinder, was sie mit dem Wort „Fehler“ verbinden, so erhält man reihenweise negative Assoziationen, aber kaum jemand kann dem Fehler etwas Positives abgewinnen. Dabei steckt schon in dem Wort selbst eine positive Bedeutung – man muss es nur etwas umbauen: FEHLER FHELER HFELER HEFLER HELFER In vier kleinen Schritten – es wird jeweils nur ein einziger Buchstabe verschoben – wird aus dem Fehler ein Helfer. Schon viele Erfinder haben diese Erfahrung gemacht. So wurden z.B. der Herzschrittmacher, das Prinzip der Galvanisierung, Teflon oder auch Kartoffelchips nur dadurch entdeckt, dass bei der Herstellung eines anderen Produktes etwas schief gegangen ist. Wissenschaftler sind sich heute einig, dass auch Lernen nur mit Fehlern möglich ist. Dies hat schon Theodor Fontane erkannt, der äußerte: „Wer aufhört Fehler zu machen, lernt nichts mehr dazu.“ Doch zurück zu den vier kleinen Schritten. An dieser Stelle sollen – da sie einen großen und konfliktträchtigen Teil der Lebenswelt unserer Kinder ausmachen – die schulischen Leistungen ins Auge gefasst werden. Hier sind folgende Schritte wichtig, um den Fehler als …

Kind

Bereiten wir unsere Kinder gut auf die Zukunft vor?

Was sind die Fähigkeiten, die Kinder in der Zukunft wirklich brauchen werden, welche Berufsbilder und welche gesellschaftlichen Veränderungen werden sich bis zu ihrem Erwachsenenleben entwickeln? Was sollten wir ihnen mitgeben, um sie bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten. Solche Fragen scheinen mehr als wichtig, wenn man sich die dramatischen technischen, gesellschaftlichen und globalen Veränderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte ansieht. Wahrscheinlich werden unsere Kinder auf noch viel schnellere Veränderungen in immer kürzeren Zeitabschnitten reagieren müssen. Das Problem: wir können die Veränderungen, die die Zukunft bringen wird, derzeit wohl kaum wirklich umfassend abschätzen. Denke ich an meine Schulzeit zurück, wurden solche Überlegungen eher von wenigen Bildungspolitikern angestellt. Auch damals war es sicher nicht möglich, die Entwicklungen und Umwälzungen, die z. B. das Internet mit sich bringen würde, in ihrer Tragweite vorherzusehen, aber sicher wäre ein Heranführen an die Thematik sinnvoll gewesen. Und was lief dann an der Schule? Die echten Cracks versuchten sich an einfachsten Programmierungen an einem extrem einfachen Computermodell unter der Anleitung eines Mathelehrers. Ansonsten nahmen wir bis zum Erbrechen die Entwicklungen des Heiligen römischen …

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Leistungsdruck im Kindesalter

Der letzte Tatort aus Österreich – „Schock“ – hat in drastischer und erschreckender Weise gezeigt, welchem Leistungsdruck Studenten heutzutage teilweise ausgesetzt sind. Doch ist dies ein Problem, das schon viel früher einsetzt, wie ein Zitat aus dem Film deutlich macht: Das Letzte, was Kinder durch Versuch und Scheitern lernen dürfen, ist das Laufen, da es niedlich ist, zu beobachten, wie sie hinfallen um sich gleich wieder aufzurappeln und es nochmals zu versuchen. Danach sind Fehler und Misslingen unerwünscht. Ob die Kinder in der Vorschule mehrfach darauf aufmerksam gemacht werden, dass demnächst eine Prüfung über die Zahlen stattfindet, oder nur dann ein heißbegehrtes Lachgesicht erhalten, wenn absolut alles auf dem Übungblatt richtig ist – Leistungsdruck wird schon bei den Kleinsten aufgebaut. In der Grundschule setzt sich der Trend dann fort, obwohl ja eigentlich die ersten eineinhalb Jahre relativ frei von Druck verbracht werden könnten, da hier noch keine Benotung vorgenommen werden muss. Dafür gibt es z.B. bei dem allseits gerühmten Leseprogramm Antolin für falsch beantwortete Fragen Strafpunkte, d.h. Punktabzug. Wie motivierend mag es für Leseanfänger sein, …

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Kinderärztemangel – ein akutes Problem

Es ist schlicht und einfach Realität: in Deutschland besteht ein echter Kinderärztemangel. Und das ist im Alltag bereits deutlich spürbar. Eltern in ganz Deutschland kennen die Schwierigkeit, Termine beim Kinderarzt zu bekommen oder gar überhaupt einen Kinderarzt zu finden, der Patienten annimmt. Wie nun auch der Berufsverband der Kinderärzte warnt, wird sich die Problematik weiter zuspitzen, wenn nicht gegengesteuert wird. Fakt ist: Die Anzahl der Kinderärzte in einem Verwaltungsgebiet ist vorgegeben und beschränkt. Eine Praxiseröffnung ist nur zulässig, wenn in einem Gebiet ein sog. KV-Sitz frei ist und besetzt werden darf. Zugrunde liegt eine Bedarfsplanung. Diese Bedarfsplanung müsste der aktuell schon sehr hohen Nachfrage und dem zu erwartenden noch höheren Bedarf angesichts der derzeit weiter steigenden Geburtenzahlen allerdings dringend angepasst werden. Zudem werden ein Viertel aller Kinderärztinnen und -ärzte in den kommenden 5 Jahren in den Ruhestand gehen. Damit wird sich die Situation erheblich verschlechtern, denn viele der jüngeren Ärzte wollen nicht in die Niederlassung. Und wie wirkt sich das nun aus? Die Kinderarztpraxen versuchen landauf und landab sicher ihr Möglichstes, aber dem hohen Bedarf …